Erdoğan: Rückumwandlung von Hagia Sophia in Moschee „nichts Unmögliches“

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ISTANBUL

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Sonntag die Möglichkeit geäußert, die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umzuwandeln.

Das in Istanbul gelegene sakrale Bauwerk besitzt seit 1935 den Status eines Museums und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der letzten 1500 Jahre.

„Das ist nichts Unmögliches”, sagte Erdoğan bei einem Live-Interview mit dem türkischen Sender TGRT. Der Name könne sogar in „Ayasofya-Moschee” umgeändert werden.

„Dies ist kein sonderbarer Vorschlag”, sagte er hinsichtlich der Wünsche, das historische Gebäude für das zu nutzen, wozu es Jahrhunderte lang gedient hatte – nämlich als Gebetsstätte für Muslime.

„Wie Sie wissen, wurde Moschee 1935 zu einem Museum umgebaut.” Dies spiegle die damalige „CHP-Mentalität” wider, die in den 1930er Jahren von einer streng säkularen Politik geprägt gewesen war. Dieser Schritt könne heute wieder rückgängig gemacht werden.

Die Hagia Sophia wurde im 6. Jahrhundert im Byzantinischen Reich gebaut und war lange Zeit das Zentrum der griechisch-orthodoxen Kirche. Nach der osmanischen Eroberung von Istanbul im Jahr 1453 wurde sie dann in eine majestätische Moschee umgewandelt und erhielt in Folgejahren vier Minaretten. Das Gebäude wurde dann im Jahr 1935 während der Einparteiregierung der Republikanischen Volkspartei (CHP) in ein Museum umgewandelt. Dabei wurden auch die alten christlichen Mosaike wieder freigelegt. Es gibt jedoch mittlerweile wieder Diskussionen über eine Rückumwandlung in eine Moschee, die auch in den sozialen Medien Anklang finden.

Im Jahr 2015 wurde in dem UNESCO-Weltkulturerbe bereits das erste Mal seit 85 Jahren wieder der Koran rezitiert. Im Jahr darauf begannen regelmäßige islamische Lesungen während des Fastenmonats Ramadan.

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