27 Tote bei Anschlag in Kabul – Spitzenpolitiker Abdullah unverletzt

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Kabul – Bei einem Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 27 Menschen getötet worden.

Zudem gebe es 29 Verletzte, erklärte das Ministerium am Freitag. Die Opferzahlen könnten sich noch erhöhen. Der Angriff zielte auf eine Zeremonie, an der auch der Spitzenpolitiker Abdullah Abdullah teilnahm. Dieser habe den Anschlagsort aber unverletzt verlassen können, sagte einer seiner Sprecher. Den Angaben zufolge gab es bei einer Gedenk-Veranstaltung zunächst eine Explosion. Dann sei geschossen worden. Schon 2019 hatte es einen Anschlag während der damaligen Gedenk-Veranstaltung gegeben, bei dem zahlreiche Menschen starben. Dazu hatten sich militante Islamisten des IS bekannt.

Kämpfer der Taliban erklärten, sie hätten die Tat am Freitag nicht begangen. Die USA hatten Ende Februar mit den Taliban ein Abkommen geschlossen, das den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land binnen 14 Monaten vorsieht. Auch die Bundeswehr ist in Afghanistan stationiert. Im Gegenzug haben sich die Taliban unter anderem zu einer Waffenruhe verpflichtet. Die Vereinbarung schürt Hoffnungen auf ein Ende des seit 18 Jahren andauernden Krieges in Afghanistan. Ob das Abkommen hält, ist offen. Die afghanische Regierung erklärte jüngst, sie sei mit Teilen des Pakts nicht einverstanden.

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