Airline-Verband IATA fordert Hilfe für Fluggesellschaften am Golf

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Abu Dhabi – Die staatlichen Fluggesellschaften in Nahost rufen angesichts der Belastung durch die Coronavirus-Epidemie nach Hilfe der Regierungen in der Region.

Die Airlines am Persischen Golf hätten nach jetzigem Stand rund 100 Millionen Dollar weniger Umsatz durch ausfallende oder geringer ausgelastete Flüge, erklärte der Regionalvertreter des internationalen Airline-Verbandes IATA, Muhammad Ali Albakri, am Montag in Abu Dhabi. Die Staaten sollten den Fluggesellschaften wie Emirates, Ethiad oder Qatar Airways in dieser schwierigen Phase beistehen. Sie sollten helfen, die Betriebskosten zu senken.

Rund 50 Prozent ihrer Kapazität setzen die Airlines der Region auf Asien-Routen ein. Die meisten China-Flüge sind gestrichen, Verbindungen zu anderen asiatischen Ländern reduziert. Das Wachstum der Golf-Airlines könnte sich in diesem Jahr halbieren, wenn sich die Corona-Krise verschärfen sollte, erklärte Albakri. Weltweit werde das Frachtgeschäft unter der Krise noch stärker leiden als Passagierflüge.

Die meisten Airlines in Nahost sind staatlich, viele schreiben rote Zahlen. Ihre Konkurrenten aus Europa beschweren sich über unfairen Wettbewerb durch die staatliche subventionierten Golf-Carrier – einen Vorwurf, den diese stets zurückweisen. Die IATA hatte die Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise am 20. Februar – und damit noch bevor das Virus mit dem Ausbruch in Italien Europa stärker erreichte – auf 28 Milliarden Dollar für die Region Asien-Pazifik geschätzt und auf 1,5 Milliarden Dollar für andere Airlines.

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