Bankenlobby – Viruskrise hat Kapitalflucht aus Schwellenländern ausgelöst

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London – Schwellenländer haben in der Viruskrise nach vorläufigen Daten der globalen Bankenlobby seit Mitte Februar Kapitalabflüsse in Höhe von 25 Milliarden Dollar hinnehmen müssen.

Ein Großteil davon entfiel dabei auf Aktien und nur 6,5 Milliarden Dollar auf Schuldtitel, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten des Institute of International Finance (IIF) hervorgeht. Die jüngste Zinssenkung in den USA habe diesen Trend zur Abkehr von Papieren aus Schwellenländern bislang nicht nachhaltig brechen können, wie die “lauwarme Reaktion” nach der überraschenden Entscheidung der Fed gezeigt habe, so IIF-Ökonom Jonathan Fortun.

Sorgen wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie haben zu einem Ausverkauf von riskanteren Anlagen geführt, was insbesondere Indonesien, Südkorea und Thailand zu spüren bekamen. Die US-Notenbank Fed hatte am Dienstag überraschend ihren Leitzins um einen halben Punkt gesenkt – auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die mit der Ausbreitung des Coronavirus verbunden sind.

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