BÖRSEN-TICKER-BofA erhöht Bewertung für europäische Aktien

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Frankfurt, 06. Mrz – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

12.15 Uhr – Die Analysten der Bank of America (BofA) stufen ihre Bewertung für europäische Aktien hoch auf “Positive” von “Neutral”. Bei den wegen der Corona-Epidemie stark gebeutelten Aktien von Fluggesellschaften raten sie Investoren mit einem “Overweight”-Rating zum Kauf. Auch bei den Sektoren Automobil und bekräftigten sie ihre “Overweight”-Empfehlung, zudem bevorzugen die Experten zyklische vor defensiven Werten.

11.59 Uhr – Die schwindende Aussicht auf eine Verschärfung der Förderbremse löst einen Kursrutsch am Energiemarkt aus. Der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee fällt um knapp sechs Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 47,02 Dollar je Barrel. Insidern zufolge lehnt Russland die von der Opec vorgeschlagene zusätzliche Drosselung der Fördermengen ab.

11.51 Uhr – Die fallenden Renditen bei den US-Staatsanleihen lasten auf dem Dollar. Im Gegenzug schnellt der Euro in die Höhe. Die Gemeinschaftswährung legt 0,7 Prozent zu und kostet erstmals seit Juli 2019 wieder mehr als 1,13 Dollar.

11.49 Uhr – Drohende Einnahme-Einbußen durch fallende Anleihe-Renditen versetzen Banken einen erneuten Schlag. Der europäische Branchenindex fällt um 4,3 Prozent auf ein Elf-Jahres-Tief von 112,48 Punkten. Die zehnjährigen Bonds der USA und Großbritanniens rentieren mit plus 0,695 und 0,239 Prozent so niedrig wie noch nie. Ihre Pendants aus Deutschland und Frankreich liegen mit minus 0,741 und minus 0,364 Prozent jeweils nur knapp darüber.

11.37 Uhr – Die Coronavirus-Krise schlägt auf den Markt für Kreditabsicherungen durch. Ein Index, der als Barometer für die Absicherungskosten europäischer Unternehmen gilt, steigt auf den höchsten Stand seit Juni 2016. Der “Markit iTraxx Europe Crossover”-Index legt um 64 Basispunkte auf 382 Basispunkte zu – Anfang Februar waren es noch 227 Basispunkte.

11.28 Uhr – Ein Monat ohne eine einzige Neubestellung setzt Airbus zu. Die Aktie des europäischen Flugzeugbauers fällt um 7,3 Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 99,86 Euro und steuert auf den größten Tagesverlust seit gut fünf Jahren zu. Die gute Nachricht sei, dass es im Februar trotz der Coronavirus-Epidemie keine Stornierungen gegeben habe, schreibt Analyst Sandy Morris von der Investmentbank Jefferies. Außerdem wies er darauf hin, dass es auch in den beiden vorangegangenen Jahren jeweils mehrere Monate ohne Neubestellungen gegeben habe.

11.15 Uhr – Der Verkaufsdruck an den europäischen Börsen nimmt zu. Dax und EuroStoxx50 verlieren jeweils etwa 3,7 Prozent. Mit 11.509,42 und 3240,16 Punkten notieren sie so niedrig wie zuletzt vor knapp sieben Monaten.

09.53 Uhr – Die Flucht der Anleger in den “sicheren Hafen” US-Anleihen drückt die Rendite der zehnjährigen Titel zum zehnten Mal in elf Tagen auf ein Rekordtief. Sie fällt auf 0,769 von 0,925 Prozent am Vortag. Damit steuert die Rendite auf das größte Tagesminus seit mindestens 1953 zu.

09.35 Uhr – Die rasche Ausbreitung des Coronavirus versetzt den Luftfahrt- und Touristikwerten einen erneuten Schlag. Der europäischen Branchenindex fällt um 3,3 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 198,92 Punkten. In London sind die Aktien von Carnival mit 2008 Pence so billig wie zuletzt vor acht Jahren, nachdem einem Kreuzfahrtschiff der Firma wegen Virus-Sorgen die Einfahrt in den Hafen von San Francisco verweigert wurde. Die Papiere von TUI fallen auf ein Rekordtief von 510,4 Pence.

08.08 Uhr – Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe fällt auf minus 0,714 Prozent und nähert sich damit ihrem Rekordtief vom September 2019.

07.41 Uhr – Die Aktien des Autozulieferers Continental geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz drei Prozent nach und sind damit schwächster Dax-Wert. Die Experten von JP Morgan senkten ihr Kursziel auf 80 von 119 Euro. Am Donnerstag hatten die Niedersachsen ihr schlechtestes Ergebnis seit zehn Jahren vorgelegt. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 – 7565 1236 oder 030 – 2888 5168.)

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