Brinkhaus warnt vor Zinssenkung der EZB – würde negative Auswirkungen haben

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Berlin – Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor einer Zinssenkung als Folge der Coronavirus-Epidemie.

“Ich würde davon abraten, jetzt auf europäischer Ebene die Zinsen nochmal zu senken, weil viel tiefer geht es nicht”, sagte Brinkhaus am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ein solcher Schritt hätte negative Effekte. Wichtiger sei es, den Konsum im Inland zu stärken, was die Bundesregierung unter anderem mit der geplanten Teilabschaffung des Solidaritätszuschlages mache.

Die US-Notenbank Fed hatte am Dienstag überraschend und als Reaktion auf die Epidemie ihren Leitzins deutlich gesenkt. Am Finanzmarkt wurde der Schritt teilweise als Panikreaktion gewertet, weil die US-Wirtschaft trotz Bremsspuren noch vergleichsweise gut dasteht. Die Fed-Entscheidung erhöht den Druck auf die Europäische Zentralbank. In der Euro-Zone liegt der Leitzins seit Jahren auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der EZB parken. Diesen Satz könnte die EZB weiter in den negativen Bereich drücken. Das würde Spareinlagen noch unattraktiver machen. Für Banken wäre es dann schwieriger, rentabel zu arbeiten.

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