Britische Finanzaufsichtsbehörde will Streit um Preise für Börsendaten untersuchen

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London – Im Streit um die Preise für Finanzmarktdaten erhöht die britische Finanzaufsicht FCA den Druck auf Börsen und Datenanbieter.

Nach Rückmeldungen von Marktteilnehmern gebe es Anhaltspunkte, dass einige Börsen und Indexanbieter zu wenig Wettbewerb ausgesetzt seien und daher Kunden und Wettbewerbern zu hohe Preise in Rechnung stellen könnten, erklärte die FCA am Montag. Die Behörde leitete daher eine Prüfung ein und forderte Marktteilnehmer auf, ihr Informationen zu liefern, wie sie auf Daten zugreifen und nutzen. Auch will die Behörde wissen, wie die Daten verkauft werden und ob die Preise wettbewerbsfähig sind.

Banken, Broker und Hochfrequenzhändler werfen den Börsenkonzernen und anderen Datenanbietern schon länger vor, ihre monopolartige Stellung in einigen Marktbereichen auszunutzen. Für die Börsen ist das Datengeschäft lukrativ und wächst schnell.

Die Vereinigung der europäischen Wertpapierbörsen (FESE) hatte im vergangenen Jahr erklärt, die Kosten für Marktdaten seien in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Das eigentliche Problem sei die geringe Qualität der Daten anderere Anbieter.

Die europäische Finanzmarktaufsicht ESMA hatte im Dezember kritisiert, dass die europäische Finanzmarktrichtline MiFID II das Ziel verfehlt habe, die Kosten für Daten zu Aktien zu reduzieren. Daher sei es unwirtschaftlich, einen pan-europäischen Datenfeed aufzubauen, um Preisdaten auf verschiedenen Plattformen zu vergleichen und besser mit den US-Märkten zu konkurrieren.

Nach der seit Anfang des Jahres geltenden Mifid-II-Richtlinie müssen die Börsen ihre Daten “zu angemessenen wirtschaftlichen Konditionen” bereitstellen. Börsenbetreiber haben ihre Preise für bestimmte Marktdaten zum Jahreswechsel zum Teil erheblich angehoben.

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