Bundesliga will spielen – Saisonverlängerung wird erwogen

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München – Die Fußball-Bundesliga will trotz der Warnungen vor Großveranstaltungen im Zuge der Coronavirus-Epidemie weiterspielen.

Der nächste Spieltag der 1. und 2. Liga am kommenden Wochenende werde wie geplant ausgetragen, enschied das Präsidium des Liga-Verbandes DFL am Montag. Wenn die Behörden eine Beschränkung der Zuschauerzahl – etwa auf 1000 – forderten, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, werde sich die Liga aber daran halten. “Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga werden sich hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage unverändert eng mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten abstimmen.”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Sonntag dringend empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen. Die Entscheidungen fallen jedoch auf lokaler Ebene.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hatte am Wochenende angedeutet, dass der Ligabetrieb auch mit “Geisterspielen” fortgesetzt werden könne, weil die Saison regulär abgeschlossen werden müsse. Borussia Dortmund teilte mit, Spiele ohne Zuschauer würden den Bundesligisten pro Spieltag 2,5 bis drei Millionen Euro Gewinn vor Steuern kosten. Am Samstag steht das Ruhr-Derby gegen den FC Schalke 04 an. Die Gesundheit der Fans und der Bevölkerung habe Vorrang. “Dabei muss es jedoch das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht.”

Wie es mit der Saison weitergehen soll, will das Präsidium die 36 Vereine auf einer Mitgliederversammlung Anfang nächster Woche entscheiden lassen. Wenn Spiele wegen des Virus ausfallen, müsse der ganze Spieltag verschoben werden. Möglicherweise könne die Saison doch verlängert werden. Bisher ist der letzte Spieltag für den 16. Mai angesetzt. Die DFL werde sich mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem europäischen Verband UEFA austauschen, ob Spieltage “theoretisch” bis Ende Mai verlegt werden könnten. Die Termine sind eigentlich für die Vorbereitung der Nationalmannschaften auf die Europameisterschaft reserviert.

Die DFL deutete an, dass sie bei finanziellen Engpässen der Vereine wegen fehlender Zuschauereinnahmen die Bestimmungen für die Lizenzerteilung lockern könnte. Sie prüfe “die Möglichkeit von Anpassungen des Lizenzierungsverfahrens für die kommende Saison 2020/21, um finanzielle Nachteile infolge von Auswirkungen des Corona-Virus entsprechend zu berücksichtigen.” Möglicherweise könnten Vereine etwa auch Gelder aus den Fernseh-Übertragungsrechten früher ausgezahlt bekommen, um nicht in eine Finanzklemme zu geraten.

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