Corona-App: Wie sicher ist Bluetooth? – Top News

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Mit Tracking ist das Erfassen von Bewegungsdaten gemeint.

Heißt: Der Aufenthaltsort einer Person kann mit Hilfe von Standort- oder Geodaten (z.

B.

GPS, Funkzelle) bestimmt werden.

Wenn auch der zeitliche Verlauf erfasst wird, also wer wann wo war, dann lassen sich sogar Bewegungsprofile von Personen oder Gruppen erstellen.

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Aber viele der Befragten äußern auch Bedenken: So fürchten 32,8 Prozent einen Eingriff in die Privatsphäre und 40,2 Prozent einen Datenzugriff durch Dritte.

Denn die App würde verlangen, dass Smartphones permanent per Bluetooth-Technologie nach anderen Telefonen im Umkreis suchen.

Und Bluetooth-Verbindungen wurden in der Vergangenheit wiederholt für Hacker-Angriffe genutzt.

Derzeit sind zwei Begriffe im Umlauf.

Sie unterscheiden sich nur durch einen Buchstaben, einem kleinen “k“.

Einmal ist von einer “Tracking-App” die Rede, dann wieder von einer “Tracing-App”.

Eine App auf Basis von Bluetooth könnte die Corona-Ausbreitung in Zukunft eindämmen.

Die Technologie ist allerdings nicht zu 100 Prozent sicher vor Angriffen.

Trotzdem: Die Risiken sind überschaubar, und die Chancen groß.

Schon seit einigen Wochen hoffen Forscher und Politiker, mit einer Kontakt-Tracing-App die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen zu können.

Eine solche App soll nachverfolgen können, mit wem ein Nutzer Kontakt hatte – und so die Personen informieren, die mit dem Infizierten in Berührung kamen.

Sobald eine solche App flächendeckend verfügbar ist, könnten viele Menschen sie nutzen – laut einer -Umfrage sind 56 Prozent der Deutschen dafür aufgeschlossen.

💡 “Tracking vs.

Tracing”

!

Solche Sicherheitslücken würden von den Herstellern jedoch meist schnell wieder gestopft.

Deshalb empfiehlt Jiska Classen vor allem, ein aktuelles Betriebssystem auf dem Smartphone zu nutzen.

“Völlig egal, ob man Bluetooth anmacht oder ob man im Internet surft, ich würde davon abraten, irgendetwas davon zu tun, wenn man nicht ein Gerät benutzt, das auf dem aktuellen Stand ist.

Bluetooth kann Sicherheitslücken haben.

.

.

aber

Bluetooth-Angriffe sind teuer für die Hacker

Bluetooth ist die beste Technologie für den Job

Jiska Classen arbeitet am Secure Mobile Networking Lab an der TU Darmstadt und hat die Sicherheitsrisiken in Sachen Bluetooth immer im Blick.

“Bluetooth ist eine drahtlose Technologie zur Datenübertragung”, sagt sie.

“Und es kann bei allen drahtlosen Technologien das Problem auftreten, dass es Sicherheitslücken gibt.

Im Gegensatz dazu soll man durch Tracing lediglich nachvollziehen können, ob ein Kontakt mit einer anderen Person stattgefunden hat.

Dafür sind Standort-Daten oder andere persönliche Daten nicht unbedingt nötig.

Ein solcher Kontakt kann technisch z.

B.

mit Hilfe von Bluetooth-Technologie festgestellt werden.

Eine App auf Basis von Bluetooth könnte die Corona-Ausbreitung in Zukunft eindämmen.

Die Technologie ist allerdings nicht zu 100 Prozent sicher vor Angriffen.

Trotzdem: Die Risiken sind überschaubar, und die Chancen groß.

Für die meisten anderen Nutzer, die vielleicht ohnehin Bluetooth-Kopfhörer nutzen oder ständig unterwegs mobil surfen und sich mit WLAN-Hotspots verbinden, liegen die Gefahren ohnehin eher woanders.

Bluetooth-Verbindungen spielen hier eher eine untergeordnete Rolle.

Was aber, wenn doch eine weitgehend unbekannte Sicherheitslücke ausgenutzt wird? Die Informationen über solche Lücken können im Internet erworben werden.

Aber: “Das sind alles Angriffe, die relativ teuer sind”, sagt Jiska Classen.

“Das heißt: 100.

000 bis 200.

000 Dollar auf dem Schwarzmarkt.

Wenn ich jetzt der Meinung bin, dass die Daten, die ich auf meinem Smartphone habe, dieses Geld wert sind, dann würde ich in dem Fall möglichst kein Bluetooth benutzen.

Aber eben auch kein WLAN benutzen, vielleicht nur LTE zusammen mit einem VPN nutzen, und auch das Handy vielleicht nicht überall hin mitnehmen.

Nach aktuellen Informationen werden bei einer Kontakt-Tracing-App zur Corona-Eindämmung wohl keine GPS-Daten zum Einsatz kommen, sondern nur Bluetooth-Daten.

Unter Experten verspricht diese Methode im Vergleich zu GPS, WLAN und LTE den meisten Erfolg – und beachtet zudem den Datenschutz.

Auch für Jiska Classen liegt die Hauptsorge in Sachen Corona-App nicht bei möglichen Sicherheitsrisiken von Seiten der Technologie Bluetooth, sondern beim GPS.

Sollte eine solche App etwa auch GPS-Daten tracken, wie es beispielsweise die Nationalakademie Leopoldina vorgeschlagen hat, könnte das einen Eingriff in die Privatsphäre bedeuten.

“Dann wäre das ein bisschen so, als würde ich Pokémon Go spielen und das mit allen teilen”, sagt Jiska Classen.

Aber auch hier gilt: Nicht alle legen von vornherein den gleichen Wert auf Datenschutz.

“Wer eh die ganze Zeit Pokémon Go spielt, der sollte sich um Contact-Tracing und Privatsphäre nicht unbedingt kümmern.

Corona-App: Wie sicher ist Bluetooth?

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