Corona: Buchhandlung liefert geistige Nahrung mit dem Rad – Top Meldungen

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Gerade in Zeiten von Corona ist der Bedarf nach Büchern groß. Die Oberpfälzer Buchkette Rupprecht berät Kunden telefonisch und liefert geistige Nahrung auch mit dem Fahrrad zu den Kunden. Vor allem Reisebeschreibungen sind gefragt.

Buchhändlerin Maria Rupprecht kommt kaum vom Telefon los. Viele Kunden rufen während der Corona-Krise an, um sich Bücher zu bestellen. Die Chefin der großen Buchhandlung mit Sitz in Vohenstrauß und 45 Filialen in ganz Bayern organisiert seit Tagen ihre Mitarbeiter, damit das Geschäft weiter laufen kann.

Als klar gewesen sei, dass die Geschäfte nicht mehr öffnen dürfen, seien sehr viele Kunden in die Buchhandlung gekommen, erzählt Maria Rupprecht im BR-Interview. Daran habe man gemerkt, dass für manche Menschen Bücher so wichtig sind wie Lebensmittel. Seit die Geschäfte geschlossen sind, werde die “geistige Nahrung”, zu den Kunden nach Hause geliefert. In jeder Filiale sind Buchhändler telefonisch erreichbar. Sie beraten die Anrufer und fahren die Bücher dann gleich mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu ihren Bestellern.

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Vor allem Eltern würden jetzt anrufen, erzählt Maria Rupprecht. Und zwar Eltern, die ihre Kinder während der Zeit zu Hause sinnvoll beschäftigen wollen. Außerdem würde sich viele Schüler aus Abschlussjahrgängen in den Buchhandlungen melden. Denn für ihre Prüfungen benötigten sie die entsprechenden Bücher.

Besonders gefragt seien zur Zeit Romane, für ein kurzes Entschwinden aus der harten Realität, ebenso Krimis, sagt Maria Rupprecht. Und kaum ist die eigene Freiheit mit den Ausgangsbeschränkungen in Bayern eingeschränkt, sehnt sich der Mensch offenbar nach der Ferne. Denn sehr gefragt sind in diesen Tagen Reisebeschreibungen.

In ihrem Online-Handel verzeichnet die Buchhandlung Rupprecht zwar einen Anstieg. Damit könne das normale Geschäft aber nicht kompensiert werden, sagt die Chefin. Für sie ist klar, dass man vor allem in schwierigen Zeiten Kultur brauche – Literatur, Musik und Theater.

Und was sie auch spürt in den vielen Telefonaten: Das Bewusstsein und die Wertschätzung für den Buchhändler vor Ort steige wieder. In diesen Zeiten merke man erst, welche Selbstverständlichkeiten einem plötzlich fehlen, sagt Maria Rupprecht.

Bücher – so wichtig wie Lebensmittel

Viele Eltern rufen im Buchladen an

Verstärkte Nachfrage nach Reisebeschreibungen

Corona: Buchhandlung liefert geistige Nahrung mit dem Rad

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