Coronavirus kostet Adidas bis zu einer Milliarde Euro Umsatz

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München – Der Ausbruch des Coronavirus in China bringt die Planungen beim fränkischen Sportartikelkonzern Adidas durcheinander.

Der Umsatz in China werde im ersten Quartal um 800 Millionen bis eine Milliarde Euro unter Vorjahr liegen, warnte Adidas am Mittwoch in Herzogenaurach. Beim operativen Gewinn fehlten damit 400 bis 500 Millionen Euro. Ein Großteil der Läden war wegen der Epidemie geschlossen worden, in die anderen kamen kaum Kunden. Seit Anfang März erhole sich das Geschäft wieder, teilte Adidas mit. Auch in Japan und Südkorea gebe es weniger Kunden. Die Produktion in China laufe zum Großteil wieder. Im ersten Quartal 2019 hatte Adidas in der Region Asien/Pazifik, zu der China gehört, insgesamt 2,1 Milliarden Euro umgesetzt.

Aus den Prognosen für das laufende Jahr klammert Adidas die Folgen des Virus aus. Ob und wann sich der Rückstand aufholen lasse, sei ungewiss. Ohne das Coronavirus rechnet der Konzern mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um sechs bis acht Prozent. Zugpferde sollen Nordamerika und Russland werden, für Asien rechnet Adidas nur noch mit einstelligen Zuwachsraten. 2019 hatte der Umsatz ohne Wechselkurseffekte um sechs Prozent auf 23,6 Milliarden Euro zugelegt.

Der Nettogewinn aus dem laufenden Geschäft soll 2020 um 10 bis 13 Prozent auf 2,10 bis 2,16 Milliarden Euro steigen. 2019 legte er um zwölf Prozent auf 1,92 Milliarden Euro zu und lag damit leicht unter den Prognosen der Analysten. Den Aktionären will Adidas eine Dividende von 3,85 Euro je Aktie zahlen, 50 Cent mehr als für 2018.

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