Coronavirus verbreitet sich in den USA – Hilfe in Milliardenhöhe ist unterwegs

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Los Angeles/Peking – Das Coronavirus erfasst mit steigenden Fallzahlen immer weitere Teile der USA.

Landesweit wurden am Donnerstag mindestens 57 neue Infektionen gemeldet. Damit sind laut der Regierung in Washington jetzt mindestens 150 Fälle bestätigt. Mindestens zwölf Menschen starben an der Atemwegserkrankung. Zuletzt wurden Ansteckungen auch in Colorado, Maryland, Tennessee und Texas registriert, womit nun 17 Bundesstaaten betroffen sind. Brennpunkt der Krankheitswelle ist der Großraum Seattle im Nordwesten der USA. Dort sind allein in einem Altenheim sechs Menschen dem Virus erlegen. US-Vizepräsident Mike Pence, der den Kampf gegen die Epidemie koordiniert, versprach bei einem Besuch in der Region Hilfen. Noch am Freitag sollte Präsident Donald Trump insgesamt 8,3 Milliarden Dollar Hilfsgelder freigeben.

Der US-Kongress hatte das Paket am Donnerstag auf den Weg gebracht. Die Virus-Ausbreitung in den USA hat die Wall Street auf Talfahrt geschickt. Das Thema beschäftigt auch die US-Notenbank: Fed-Mitglied Robert Kaplan sieht die Zahl der Neuinfektionen in den USA als zentralen Faktor bei der nächsten Zinsentscheidung. Die Unternehmenswelt ist auch praktisch betroffen. So forderten Google, Microsoft, Amazon und Facebook nach ersten Fällen ihre insgesamt mehr als 100.000 Beschäftigten im Großraum Seattle auf, von zu Hause aus zu arbeiten. Facebook und Google rieten zuletzt auch rund um San Francisco zum Home Office.

Weltweit sind an dem Virus bislang mehr als 3200 Menschen gestorben – die meisten in China. Dort sind auch mehr als 80.000 Infektionen der weltweit über 95.000 aufgetreten. In der zentralchinesischen Provinz Hubei rund um die Stadt Wuhan, wo die Epidemie vor gut zwei Monaten ihren Ursprung hatte, wurden am Donnerstag erstmals keine neuen Fälle registriert. In Wuhan selbst gab es 126 Neuinfektionen.

Mit rund 6000 Fällen stark von der Epidemie betroffen ist auch Südkorea. Japan beschränkte jüngst Einreisen aus Südkorea, was zuvor schon fast 100 andere Länder getan hatten. Doch Japans Schritt verschärfte die latenten Spannungen zwischen Südkorea und der ehemaligen Kolonialmacht Japan. Südkorea übte scharfe Kritik und bestellte den japanischen Botschafter ein.

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