Das tun Facebook & Co. gegen Corona-Fake News – Top Meldungen

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Fake News zum Coronavirus verbreiten sich mindestens ebenso schnell wie das Virus selbst. Nun haben die Social Media Konzerne angekündigt, gemeinsam gegen Falschmeldungen vorgehen zu wollen. Bislang gibt es keine gemeinsame Strategie.

Wenn man zehn Sekunden die Luft anhalten kann ohne zu niesen, hat man kein Corona. Dieser vermeintlich sichere Selbsttest kursiert gerade auf Whatsapp und Co. In anderen Meldungen wird empfohlen, alle 15 Minuten ein Glas Wasser zu trinken, um sich vor dem Virus zu schützen, oder behauptet, Covid-19 sei im Labor gezüchtet worden.

Zwei Millionen Fake News sollen alleine auf Twitter kursieren. Vor ein paar Tagen wurden Vertreter der großen Tech-Konzerne ins Weiße Haus geladen, um gemeinsam gegen die Flut an Falschmeldungen rund um Corona vorzugehen. In einer gemeinsam Stellungnahme haben Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft, Reddit, Twitter und YouTube am Montag nun mitgeteilt, “eng zusammenzuarbeiten”, um “Betrug und Fehlinformationen über das Virus gemeinsam zu bekämpfen”.

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Bislang kämpfte jeder für sich gegen Fake News an.

Google zeigt bei Suchen zum Corona-Virus einen Kasten mit Informationen zum Corona-Virus an und verlinkt beispielsweise auf die Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). „Zusätzlich spenden wir Anzeigenplätze an Regierungen und nichtstaatliche Einrichtungen in den betroffenen Regionen, die sie für Aufklärung und Informationen bezüglich Corona nutzen können“, schreibt Google-Chef Sundar Pichai in einem Blog-Eintrag. Man würde zudem Anzeigen blockieren, die versuchen, aus der Corona-Krise Kapital zu schlagen. Zehntausende solcher Anzeigen hätte man bereits in den letzten sechs Wochen ausgesiebt.

Die wie Google zum Alphabet-Konzern gehörende Video-Plattform Youtube versucht ebenfalls die Informationsflut zu Corona in seriöse Bahnen zu lenken. Wer Youtube nach „Corona“ sucht, der wird in einem Banner auf Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hingewiesen. Außerdem stellt auch Youtube Behörden und Nichtregierungsorganisationen kostenlose Werbeplätze zur Verfügung. Zudem werden Videos entfernt, die beispielsweise davon abraten, medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.

Facebook lässt Corona-Falschmeldungen algorithmisch ausblenden, sodass solche Nachrichten gar nicht erst in den Timelines der Nutzer auftauchen. Dafür arbeitet Facebook mit Fakt-Checks und Gesundheitsbehörden zusammen. Auch Facebook stellt der WHO kostenlose Werbeplätze zur Verfügung.

Ein Problem bleibt aber, insbesondere für den Facebook-Konzern. In Facebook-Gruppen und vor allem auf Whatsapp kursieren unkontrolliert Fake News und Verschwörungstheorien. Solche „Geschlossene Gesellschaften“ werden auch als „Dark Social“ bezeichnet, weil die Kommunikation oft verschlüsselt und oftmals auch die Plattform gar nicht weiß, welche Inhalte verbreitete werden. Was unter Datenschutzgesichtspunkten wünschenswert ist, erschwert das Moderieren von Beiträgen.

Fazit: Die großen Plattformen nehmen das Corona-Thema durchaus ernst und versuchen ihren Beitrag dazu zu leisten, die Menschen mit seriösen Informationen zu versorgen. Aber ganz eindämmen lässt sich die Flut an Fake News nicht.

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Problem “Dark Social”

Das tun Facebook & Co. gegen Corona-Fake News

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