Datenschutzbeauftragter Petri: “Corona-App im Grundsatz okay” – Top News

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Die Bundesregierung und die Länder haben sich im Grundsatz auf jenes App-Konzept geeinigt, das die Privatsphäre der BürgerInnen nach bisherigen Erkenntnissen am besten gewährleistet.

In der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und – chefs der Länder wurde beschlossen, dass jener Standard angewendet werden soll, den unter anderem das Fraunhofer-Institut mit ausgearbeitet hat und der unter dem Kürzel PEPP-PT bekannt geworden ist.

Bund und Länder haben sich auf ein Konzept für die Corona-App geeinigt, das dem Ansatz des PEPP-PT-Konsortiums zur Identifikation von Infektionsketten folgt.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri ist grundsätzlich zufrieden.

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Viele Datenschützer dürften aufgeatmet haben.

So auch Thomas Petri, der Landesbeauftragte für den Datenschutz.

Er sagt im Interview mit , “Es hätte schlimmer kommen können.

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Es sollen also Kontaktinformationen in anonymisierter Form mittels Bluetooth-Technologie für maximal drei Wochen gespeichert werden.

Bewegungsprofile werden nicht erfasst.

Wenn eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wird, sollen alle Kontaktpersonen der letzten drei Wochen informiert werden.

Wer die Krankheit in dieser Kontaktkette hatte, wird nicht mitgeteilt.

Die Verwendung der App soll zudem freiwillig geschehen.

Alles andere wäre zum Scheitern verurteilt gewesen, sagt Petri:

In einer offenen Gesellschaft hätte eine Zwangs-App nicht funktioniert

GPS bringt nichts für eine Corona-App

Start verzögert sich bis Ende April

Es sieht nicht nach einer einheitlichen EU-App aus

Bund und Länder haben sich auf ein Konzept für die Corona-App geeinigt, das dem Ansatz des PEPP-PT-Konsortiums zur Identifikation von Infektionsketten folgt.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri ist grundsätzlich zufrieden.

Dass die satellitengestütze Ermittlung der Position nun nicht erfolgen soll, begrüßt Datenschützer Thomas Petri ganz besonders.

Zum einen wäre damit eben die Anonymität eben nicht mehr gewährleistet gewesen.

Ein Zwangs-Outing von Corona-Infizierten via App wäre für Petri ein Horror-Szenario.

Zum anderen ist das GSP-Signal seiner Ansicht nach viel zu ungenau für die Zwecke einer Corona-App:

Mit dem Beschluss kommt nun Klarheit in eine immer verworrener gewordene Debatte.

Zeitweise wurde über Sicherheitslücken der Funktechnologie Bluetooth debattiert.

Zuletzt hatten Wissenschaftler der Leopoldina der Bundesregierung den Einsatz einer App empfohlen, die auch GPS-Daten verwendet.

Dann wäre auch registriert worden, wer sich wo wie lange aufgehalten hat.

Wie die App im Detail aussieht und ob zum Beispiel die US-Technologiekonzerne Google und Apple in die Programmierung und die Verteilung der App (etwa über Updates der Betriebssysteme) eingebunden werden, ist noch nicht klar.

Eigentlich war die Präsentation einer offiziellen Corona-App für diese Woche geplant gewesen.

Nun wird es, der Erklärung zufolge, bis Ende April dauern.

Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Womöglich wird diese Zeit auch benötigt, um die App mit den anderen EU-Staaten zu koordinieren.

Datenschutzbeauftragter Petri: “Corona-App im Grundsatz okay”

Im aktuellen Beschluss von Bund und Ländern heißt es ausdrücklich, man habe sich für das PEPP-PP-Konzept entschieden, weil es einen gesamteuropäischen Ansatz verfolge.

Dass die Länder nun ihre jeweiligen Apps so aneinander angleichen, dass sie kooperieren können, kann sich Thomas Petri zwar vorstellen.

Auf die Frage, ob es am Ende eine einheitliche EU-Corona-App geben kann, sagt der Datenschutzbeauftragte: “Das wäre eine (freudige) Überraschung.

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