Die Wirtschaft in der Eurozone zieht an – aber das Coronavirus wirft einen Schatten

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Berlin – Die Wirtschaft im Euro-Raum hat im vergangenen Monat leicht an Fahrt zugelegt, blickt aber wegen der Virus-Krise skeptischer nach vorne.

“Die Euro-Zone hat sich im Februar angesichts des Ausbruchs des Coronavirus zwar wacker geschlagen”, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson am Mittwoch zur Markit-Umfrage unter rund 5000 Firmen. Doch die Daten zeigten auch, “dass Probleme auf uns zukommen”. So hätten sich die Aussichten der Unternehmen wegen der Ausbreitung der Epidemie in weiten Teilen Europas eingetrübt. “Gleichzeitig verstärkten sich die Einbußen bei den Exporten von Gütern und Dienstleistungen wegen der virusbedingten Nachfrageausfälle”, betonte Williamson.

Im Servicesektor berichteten immer mehr Unternehmen von entgangenen Geschäften wegen der Ausbreitung des Virus: insbesondere Hotels, Reise-, Transport- und Touristikunternehmen, aber auch Finanzdienstleister. In vielen europäischen Ländern werden zunehmend Messen und andere Großveranstaltungen abgesagt. In Deutschland traf dies zuletzt etwa die Tourismusbörse ITB in Berlin, die Internationale Handwerksmesse in München und die Leipziger Buchmesse.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone, der die Geschäfte von Dienstleister und Industrie zusammenfasst, stieg im Februar um 0,3 auf 51,6 Punkte. Bei mehr als 50 Zählern signalisiert das Barometer Wachstum. Der Index für Deutschland sank um 0,5 auf 50,7 Zähler. Bei den Dienstleistern gab es den geringsten Jobaufbau seit fast vier Jahren, wie Markit-Deutschland-Experte Phil Smith erklärte. “Es wird immer wahrscheinlicher, dass sich die gestiegene Verunsicherung über die künftige Geschäftsaktivität zumindest zeitweise negativ auf die Beschäftigung im Privatsektor insgesamt auswirken wird.”

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