Fed-Banker – Zinssenkungen möglich, wenn sich die Epidemie verschlimmert

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Fort Smith – Bei der US-Notenbank Fed gibt es erste Überlegungen zu möglichen Leitzinssenkungen wegen des Coronavirus.

Dies sei “eine Möglichkeit”, sollte sich der Ausbruch hin zu einer globalen Pandemie ausweiten, sagte der Präsident des Fed-Ablegers von St.Louis, James Bullard, am Freitag auf einer Veranstaltung in Fort Smith. Die Federal Reserve hatte im vergangenen Jahr drei Mal ihre Zinsen nach unten gesetzt, seitdem aber die Füße stillgehalten. Aktuell liegt der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent.

Das Basisszenraio für die Fed sei aber, dass die Zinsen nicht angetastet werden, sagte Bullard. Dieses beinhalte auch, dass die Weltwirtschaft nur vorübergehend gebremst werde und die wirtschaftlichen Folgen hauptsächlich China betreffen. Die Auswirkungen in anderen Regionen würden aus Sicht von Bullard dann “wahrscheinlich kleiner dimensioniert” sein. Bullard ist allerdings in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss der Fed, der über die Zinsen entscheidet.

Die Fed sei “in einer guten Lage wegen der vorangegangenen Zinsensenkungen,”, sagte der Notenbanker. Die Wirtschaft sollte aus seiner Sicht auf diese Weise gegen negative Schocks abgesichert werden. Es sei aber von Investoren und Währungshütern klug, selbst aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit besorgt zu sein, dass es in den nächsten Wochen und Monaten zu einer globalen Pandemie komme.

An den US-Börsen wird inzwischen fest mit einer Zinssenkung auf der Fed-Sitzung im März gerechnet. Nach den jüngsten Daten des Fed-Barometers der Terminbörse CME rechnen Investoren inzwischen zu 100 Prozent damit, dass die Fed am 18. März ihre Leitzinsen um mindestens um 25 Basispunkte herabsetzt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie nicht an den Zinsen rüttelt, wird dagegen bei null Prozent gesehen.

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