Freiwillige Einkaufshelfer im Allgäu – Top Meldungen

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Corona wirbelt uns das ganze Leben durcheinander. Für Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, wird es derzeit richtig schwierig. In Kaufbeuren organisiert die Stadt deshalb Hilfe für Menschen, die nicht selbst einkaufen können.

Claudia Klöck hat schweres Asthma und gehört deshalb zur Corona-Risikogruppe. Die junge Mutter aus Oberthingau im Allgäu kennt diese Situation bereits. Vor zehn Jahren, als die Schweinegrippe grassierte, hat die schon einmal erlebt, wie schnell es ernst werden kann als Risikopatientin. “Ich habe halt einfach keine Luft gekriegt und habe beatmet werden müssen”, erinnert sie sich.

Inzwischen hat sie ein kleines Baby daheim und “mit einem kleinen Kind im Krankenhaus liegen, das will ja keiner”. Deswegen versucht Claudia Klöck, sich jetzt bestmöglich zu schützen und ist darauf angewiesen, dass jemand für sie in den Supermarkt geht.

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Das übernimmt Einkaufshelferin Elisabeth Grotz. Sie betreibt zusammen mit ihrem Mann daheim in Oberthingau einen Bauernhof. Weil sie im Moment ein bisschen Zeit hat, hat sie sich auf den Aufruf der Stiftung “Nächstenliebe in Aktion” aus Kaufbeuren gemeldet: “Ich finde es einfach auch eine gute Sache, in dieser Situation zusammenzustehen und zu zeigen, dass wir letztendlich eine Gemeinschaft sind und auch voneinander abhängig sind.”

Organisiert wird die Hilfe von Wolfgang Groß und seinem Bruder Dieter, die beide vor 40 Jahren die Hilfsorganisation Humedica in Kaufbeuren gegründet haben. 50 Menschen haben sich in den ersten Tagen bei ihrer Stiftung gemeldet, die im ganzen Allgäu helfen wollen. Und täglich werden es mehr. “Wenn es um Katastrophen geht, möchte jeder immer was dazu beitragen”, das habe er in all den Jahren immer wieder erfahren, erklärt Wolfgang Groß. Der eine kaufe ein, der andere schaue auf den Nachbarn.

Helfer gibt es also reichlich. Doch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören und Hilfe beim Einkauf brauchen, melden sich bis jetzt noch recht zögerlich. Wolfgang Groß will sie ermutigen, das Angebot auch anzunehmen: “Wir haben grundsätzlich eine Kultur, dass man sich nicht so gern helfen lässt. Aber das geht halt in Zeiten wie diesen nicht mehr. Vielleicht müssen wir uns ein bisschen dran gewöhnen, dass wir auf unsere Mitmenschen schauen und unsere Nachbarn.”

Auch Claudia Klöck hatte anfangs Hemmungen, um Hilfe zu bitten. Jetzt ist sie froh, dass sie mit Elisabeths Hilfe in Zeiten von Corona das Haus nicht zum Einkaufen verlassen muss: “Ich bin sehr dankbar, dass es das gibt. Weil mir eigentlich nichts anderes übrig bleibt, um mich und meine Familie einfach zu schützen.”

Wer helfen möchte, kann sich bei Dieter Groß Stiftung Nächstenliebe in Aktion telefonisch melden: (08341) 43 88 910

Wer spenden möchte, kann das mit einer Überweisung auf folgendes Konto tun: DE67 7336 9918 0002 5084 00

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Einkaufshelfer der Stiftung “Nächstenliebe in Aktion”

Gründer von Humedica ziehen die Fäden

Hilfe zulassen und annehmen

Freiwillige Einkaufshelfer im Allgäu

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