Freiwillige Quarantäne am Arbeitsplatz für die Energieversorgung – Top Meldungen

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Auch Energieversorger und Netzbetreiber bleiben nicht von Personalausfällen durch Corona verschont. Derzeit rüsten sie sich, um die Versorgung auch in der Krise zu sichern – und schicken dafür sogar Mitarbeiter in Quarantäne an ihrem Arbeitsplatz.

Damit die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Internet auch während der Corona-Krise gesichert ist, haben sich bei den Stadtwerken Bamberg vier Mitarbeiter freiwillig in Quarantäne begeben – an ihrem Arbeitsplatz. Kein physischer Kontakt mehr nach draußen, andere Mitarbeiter haben in ihrem Bereich Betretungsverbot. So soll eine Ansteckung der wichtigen Mitarbeiter mit dem Coronavirus ausgeschlossen und damit die Versorgung gesichert werden. “Es ist schon eine andere Situation als sonst”, sagt Norbert Eichfelder einer der separierten Mitarbeiter.

Laut dem Sprecher der Stadtwerke Bamberg, Jan Giersberg, sei für genügend Unterhaltungsangebote, eigene Schlafräume und Verpflegung für die Mitarbeiter gesorgt. Sie könnten sich jetzt an den Vorräten in der ohnehin geschlossenen Kantine bedienen, die dort eigentlich für die normale Versorgung der Kollegen geplant waren, so Giersberg. Alle Mitarbeiter in der Arbeits-Quarantäne waren vorher auf das Coronavirus getestet worden. Doch Norbert Eichfelder und seine Kollegen sind nicht dauerhaft eingesperrt. Nach acht Tagen wird das Team durchgewechselt und sie haben ein paar Tage frei. Trotzdem ist es eine Belastung – auch für die Angehörigen.

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Andere Energieversorger in Bayern versuchen mit anderen Mitteln größere Ausfälle bei ihrem Personal zu verhindern und damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Stadtwerke in München haben zum Beispiel bei der kritischen Infrastruktur, also bei der Wassergewinnung, den Kraftwerken und der MVG-Leitstelle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in feste Teams auf mehrere Standorte oder in getrennte Schichten verteilt, die untereinander keinen direkten Kontakt mehr haben. So können laut den Stadtwerken die Versorgung und Mobilität auch dann noch sichergestellt werden, wenn ein Team von einer Corona-Infektion betroffen wäre.

So ähnlich wird das momentan auch bei der Bayernwerk AG gehandhabt, dem nach eigenen Angaben größten Netzbetreiber in Bayern. Auch dort wechseln sich schon seit etwa zwei Wochen unterschiedliche Schichten ab, ohne sich zu begegnen. Laut dem Sprecher der Bayernwerk AG, Maximilian Zängl, sei die Energieversorgung in Bayern aber sicher und bleibe es auch. Man habe sich schon früh auf die Situation vorbereitet und die Mitarbeiter sensibilisiert.

Bei der Bayernwerk AG bereitet man sich aber auch schon darauf vor, dass die Situation schwieriger wird. Deshalb wurden vorerst zwei Teams von bis zu 15 Mitarbeitern zusammengestellt. Sie könnten dann im Zweifel in eigens angemietete Räumlichkeiten ziehen, die bereits mit Schlafgelegenheiten und mit Internetzugang ausgestattet wurden. Auch sie würden vor dem Einzug auf das Coronavirus getestet werden. Laut Bayernwerk-Sprecher Zängl würden die Mitarbeiter dann ohne persönlichen Kontakt zu anderen dort leben und im Wechsel mit dem anderen Team die Steuerung der Netze übernehmen und deren Stabilität sichern. Noch handle es sich allerdings nur um Vorbereitungen, betont der Bayernwerk-Sprecher, um im Fall der Fälle gerüstet zu sein und die Energieversorgung in Bayern zu sichern. Ob es soweit kommt, werde die weitere Entwicklung zeigen.

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