Geplanter Friedensprozess in Afghanistan verzögert sich

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Washington – Der Streit über das Ergebnis der afghanischen Präsidentenwahl verzögert den geplanten Friedensprozess in dem Land.

Die Aufstellung eines Verhandlungsteams der afghanischen Regierung für Verhandlungen mit den Taliban werde einige Tage in Anspruch nehmen, teilte das US-Außenministerium am Dienstag mit. Präsident Ashraf Ghani habe mitgeteilt, dass er mit seinem Rivalen Abdullah Abdullah und anderen afghanischen Politikerin die Aufstellung einer gemeinsamen Verhandlungsgruppe beraten wolle.

Sowohl der bisherige Amtsinhaber Ghani als auch Abdullah beanspruchen den Sieg bei der Präsidentenwahl. Beide hatten sich am Montag zum Staatsoberhaupt in der neuen Legislaturperiode ausgerufen. Die neue Regierung in Kabul soll mit den Taliban einen Frieden verhandeln, nachdem die USA mit der radikalislamischen Gruppierung Ende Februar ein Abkommen abgeschlossen hatte, das einen Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land binnen 14 Monaten vorsieht. Die Vereinbarung hat Hoffnungen auf ein Ende des seit 18 Jahren andauernden Krieges in Afghanistan geschürt, in dem Zehntausende Menschen getötet wurden.

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