Hessen will Grossveranstaltungen nicht grundsaetzlich verbieten

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Wiesbaden – Hessen will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bislang nicht grundsätzlich verbieten.

Das sei eine Entscheidung für die lokalen Ebene, die die Gesundheitsämter vor Ort am besten einschätzen können, sagte der hessische Sozialminister Kai Klose am Montag in Wiesbaden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte gefordert, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern angesichts der Ausbreitung des Coronavirus abzusagen. “Wir sind dabei zu schauen, ob das auch zu einer förmlichen Veränderung der Empfehlung des Robert-Koch-Insituts führt, was Spahn bisher als persönliche Empfehlung formuliert hat”, sagte Klose.

Mit 25 Fällen sei Hessen bisher deutlich weniger stark betroffen als andere Bundesländer. Daher sprach er sich auch gegen flächendeckende Schulschließungen aus: “Das wäre im Moment nicht angemessen und verhältnismäßig”, sagte der Grünen-Politiker.

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Rene Gottschalk, sagte, auch bei Fußballspielen gebe es eine Abwägung. So gebe es Gespräche, ob das Europa-League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Basel am Donnerstag mit Publikum stattfinden könne. “Wir müssen jede einzelne Veranstaltung uns genau betrachten”, sagte Gottschalk. Ein Fußballspiel im Stadion sei ein völlig andere Situation als eine Veranstaltung in einem geschlossenen Raum.

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