Italien erhöht die Ausgaben aufgrund der Korona-Krise – Schulden werden steigen

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Rom – Italien plant wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie mit einer höheren Staatsverschuldung.

Die Ausgaben würden zweckgebunden im Kampf gegen die Virus-Krise um 25 Milliarden Euro aufgestockt, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch. Die entsprechende Summe sei zurückgelegt worden. Conte ergänzte, die EU reagiere sehr positiv auf die Nöte seines Landes. Es sei nun wichtig, alle Möglichkeiten auf EU-Ebene zu nutzen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte am Dienstagabend einen Hilfsfonds über 25 Milliarden Euro angekündigt. Das Geld soll in anfällige Wirtschaftsbranchen fließen, um die konjunkturellen Folgen der Epidemie abzumildern. Italien ist innerhalb Europas derzeit am stärksten betroffen und mit Reisebeschränkungen de facto weitgehend abgeriegelt. Die Wirtschaft steht an vielen Stellen still. Experten rechnen damit, dass dem hoch verschuldeten und chronisch wachstumsschwachen Land nun eine weitere Rezession droht.

Der italienische Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri kündigte unterdessen an, wegen der Epidemie werde das Haushaltsdefizit in diesem Jahr um 20 Milliarden Euro höher ausfallen. Wie hoch es prozentual im Vergleich zur Wirtschaftskraft dann sei, stehe noch nicht fest. Niemand werde seine Arbeit wegen der Krise verlieren. Zudem werde die Regierung dafür sorgen, dass die Unternehmen liquide blieben.

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