Italien strebt ein höheres Defizit bei der Bekämpfung der Coronavirus-Krise an

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Rom – Die italienische Regierung strebt im Kampf gegen die Coronavirus-Krise eines höheres Etatdefizit an.

Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri sagte am Donnerstag, dass das südeuropäische Land einen Anstieg der Defizitquote um 0,35 Prozentpunkte anpeile. Rom werde die Europäische Union (EU) um Erlaubnis für den Schritt bitten. Bislang hatte Italiens Regierung mit einer Defizitquote von 2,2 Prozent gerechnet. Die von der EU erlaubte Obergrenze beträgt 3,0 Prozent. Die Koalition in Rom will eine Milliarden-Summe in die Hand nehmen, um die Folgen des Coronavirus für die heimische Wirtschaft abzufedern. Dabei geht es um Steuergutschriften für Firmen, deren Umsatz eingebrochen ist. Auch Steuersenkungen und zusätzliche Mittel für das Gesundheitssystem sind geplant.

Im vergangenen Jahr hatte in Italien ein unerwartet starkes Wirtschaftswachstum zur niedrigsten Defizitquote seit 2007 geführt. Die Neuverschuldung im Verhältnis zum Wirtschaftskraft lag 2019 bei 1,6 Prozent. Die Regierung hatte 2,2 Prozent erwartet. Grund war, dass Italiens Bruttoinlandsprodukt 2019 mit 0,3 Prozent deutlicher stieg als von der Regierung zuletzt mit 0,1 Prozent angenommen.

Italien ist in Europa am schlimmsten von der Coronavirus-Krise betroffen.

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