Japan schnürt Korona-Hilfspaket – kleine Unternehmen sollen liquide bleiben

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Tokio – Die japanische Regierung schnürt wegen der Coronavirus-Epidemie ein zweites Hilfspaket mit staatlichen Ausgaben im Volumen von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro.

Ministerpräsident Shinzo Abe sagte am Dienstag, es gehe in den nächsten Wochen vor allem darum, dass kleine Firmen nicht in Schieflage gerieten. Sie sollen deswegen Finanzierungshilfen bekommen. Denn wegen der Epidemie, die in China ausbrach, mittlerweile aber immer mehr Ländern zusetzt, haben sich die wirtschaftlichen Perspektiven deutlich verschlechtert – Unternehmenspleiten drohen.

Abe zufolge wird die Regierung in Tokio bestehende Haushaltsreserven anzapfen, um die Programme zu finanzieren. Finanzminister Taro Aso sagte, ein Extrabudget sei nicht nötig. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt läuft das Haushaltsjahr traditionell bis Ende März. Am 18. und 19. März tagt die japanische Notenbank. Auch sie dürfte helfen, dass Unternehmen liquide bleiben.

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 111.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Mindestens 3800 Tote wurden gezählt.

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