Kleine Live-Konzerte verbreiten das Coronavirus in Japan

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Tokio – Nachdem Großveranstaltungen in Japan wegen des Coronavirus abgesagt wurden, haben sich nun kleinere Musikclubs als ein Herd der Ausbreitung herausgestellt.

Es gebe Anzeichen dafür, dass auf Livekonzerten im Raum Osaka in Restaurants und winzigen Häusern, in denen Fans dicht gedrängt stehen, das Virus verbreitet worden sei, teilte die lokale Regierung am Dienstag mit. Osaka meldete am 27. Februar den ersten Coronavirus-Fall. Vergangenen Sonntag gab es bereits 55 Virus-Erkrankungen, von denen 49 auf vier kleine Musikveranstaltungsorte zurückgingen. Die Infizierten sind den Angaben zufolge in den 30er und 40er Jahren und zeigten lediglich minimale oder auch gar keine Symptome.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken, haben japanische Behörden Großveranstaltungen untersagt sowie Schulen, Zoos und Themenparks geschlossen. Das traditionelle Frühjahrs-Sumo-Turnier findet unter Ausschluss von Zuschauern statt, ebenso wie andere Sportveranstaltungen. Zudem drängt die Regierung auf Telearbeit.

In Japan gibt es mehr als 1000 gemeldete Infektionsfälle, darunter etwa 700 vom Diamond Princess-Kreuzfahrtschiff, das letzten Monat in der Nähe von Tokio unter Quarantäne gestellt wurde. Sechzehn Menschen sind gestorben. Das Virus hat sich weltweit verbreitet, mit mehr als 100.000 bestätigten Infektionen und 3600 Todesfällen.

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