Lufthansa hat 150 Flugzeuge für Corona am Boden

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Frankfurt – Die Lufthansa muss wegen der Corona-Krise immer mehr Flüge streichen.

Rechnerisch blieben 150 Flugzeuge am Boden, davon 25 Langstrecken-Flieger, sagte ein Lufthansa-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Damit ist fast ein Fünftel der Flotte von Lufthansa mit ihren Töchtern Eurowings, Swiss, Brussels und Austrian Airlines vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. “Wir passen den Flugplan dynamisch den außerordentlichen Umständen an”, sagte der Sprecher.

Mit der Kapazitätsverringerung setze die Fluggesellschaft die schon bekannt gegebenen Flugstreichungen um. Es seien noch weitere Stornierungen seither hinzugekommen. Wie stark die Buchungen eingebrochen sind, wollte der Lufthansa-Sprecher mit Verweis auf die Bilanzpressekonferenz am 19. März nicht sagen. Dann soll auch über die absehbare Ergebnisbelastung informiert werden. Die Luftfahrt weltweit befürchtet hohe Einbußen durch die Virus-Epidemie. Der internationale Airline-Verband IATA schätzte den Umsatzverlust noch vor der Eskalation der Krise in Italien auf rund 30 Milliarden Dollar.

Zuletzt musste die Lufthansa noch mehr Asien-Verbindungen über die zum Festland von China hinaus sowie bis zu 25 Prozent der Kurz- und Mittelstrecken-Flüge in Europa streichen. Flüge nach Festland-China wurden bis 24. April ausgesetzt. Die Epidemie breitet sich seit der zweiten Februar-Hälfte immer schneller in Europa aus. Unternehmen streichen Dienstreisen, deshalb dünnt die Kranich-Airline auch den innerdeutschen Flugplan im März aus. Viele Urlauber mit Reiseziel Italien, das am stärksten in Europa mit der Krankheitswelle kämpft, bleiben lieber zu Hause oder zögern mit Buchungen. Die Billigflugtochter Eurowings bedient Ziele in Norditalien bis 8. März weniger.

Die Lufthansa hat deshalb schon ein Sparpaket auf den Weg gebracht. Die Personalkosten sollen durch Teilzeit und unbezahlte Freistellung angepasst werden. Verwaltungs- und Sachkosten werden gesenkt. Auch die Option Kurzarbeit wird geprüft.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärte unterdessen, er sehe keine Anspruchsgrundlage für Entschädigungszahlungen, weil die Ursache für die Ausfälle außergewöhnliche Umstände seien. “Stattdessen erhalten im Sinne des Verbraucherschutzes die Kunden im Fall von Flugstreichungen eine Rückerstattung oder kostenlose Umbuchung.”

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