MARKETS Pfund steigt gegenüber dem Dollar trotz Zinssenkungsphantasien

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Frankfurt, 09. Mrz – Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung zum Trotz legt das Pfund Sterling zum Dollar zu. Es verteuerte sich am Montag um bis zu 1,2 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 1,3199 Dollar.

Investoren rechnen für Ende März mit einer Herabsetzung des Schlüsselsatzes durch die Bank von England (BoE) um einen halben Prozentpunkt. In den USA wetten sie auf einen doppelt so großen Schritt, obwohl die dortige Notenbank Fed den Leitzins vergangene Woche bereits überraschend um einen halben Prozentpunkt gesenkt hat.

Auftrieb erhalte die britische Währung von der Erwartung, dass eine Zinssenkung durch höhere Staatsausgaben flankiert werde, sagte Marshall Gittler, Chef-Analyst des Brokerhauses BDSwiss. “Daher ist eine Zinssenkung nicht schlecht für das Pfund, wenn der Markt daran glaubt, dass die Wirtschaft dadurch schneller als erwartet wächst.” Großbritanniens neuer Finanzminister Rishi Sunak will am Mittwoch den neuen Haushalt vorstellen. Experten rechnen mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm, um der Wirtschaft nach den Brexit-Turbulenzen der vergangenen Jahre unter die Arme zu greifen.

Zur europäischen Gemeinschaftswährung fiel das Pfund allerdings auf ein Fünf-Monats-Tief von 1,1400 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) kann ihren Leitzins nicht weiter senken, da er bereits bei null Prozent liegt. Analysten rechnen bei den anstehenden Beratungen am Donnerstag mit einer Absenkung des Zinses für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,6 von minus 0,5 Prozent. (Reporter: Hakan Ersen, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 – 7565 1236 oder 030 – 2888 5168.)

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