Meldung: Nach 53 Jahren: Bitterer Abstieg für Gummersbach

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Gummersbach – Der VfL Gummersbach ist am Sonntagnachmittag erstmals in die zweite Handball-Liga abgestiegen. Ein 25:25 beim Abstiegskonkurrenten SG BBM Bietigheim reichte für beide Teams nicht zum Klassenerhalt.

Nach dem 25:25 zwischen der SG BBM Bietigheim und dem VfL Gummersbach steigen beide Teams in die zweite Liga ab.
Nach dem 25:25 zwischen der SG BBM Bietigheim und dem VfL Gummersbach steigen beide Teams in die zweite Liga ab.

Vor dem 34. und letzten Spieltag mussten drei Teams die zwei Absteiger unter sich ausmachen. Neben Ludwigshafen trafen Aufsteiger Bietigheim und Gummersbach im direkten Duell aufeinander.

Gummersbach hätte ein Sieg zum Klassenerhalt gereicht, am Ende fehlte ein Tor. Durch das eigene Remis und den Sieg Ludwighafens gegen Minden stehen die Oberbergischen unter dem Strich und damit als Absteiger fest.

Der VfL Gummersbach blickt als Gründungsmitglied der Handball-Bundesliga im Jahr 1966 auf eine lange und erfolgreiche Historie zurück. Zwischen 1973 und 1976 holte das Team viermal in Folge die deutsche Meisterschaft.

Insgesamt wurde der VfL bisher zwölf Mal Meister und holte fünfmal den Pokal. Auch international räumten die Gummersbacher insgesamt 13 Titel ab, wurden zuletzt 2011 Europapokalsieger der Pokalsieger.

Ab Mitte der 1990er Jahre gab es jedoch immer wieder finanzielle Probleme beim Bundesligisten und auch die sportliche Entwicklung ging leider nach unten. Der Abstieg dürfte den Tiefpunkt der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte darstellen.

Zuletzt war unklar, ob der Verein die Lizenz für die zweite Liga erhalten würde. Die Lizenzbedingungen wurden jedoch inzwischen erfüllt.

“In unserer aktuellen sportlichen Situation ist das mit Sicherheit eine positive und wichtige Meldung”, sagte VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler vor der Partie.

Nach Spielende trauerten die Spieler des VfL Gumersbach.
Nach Spielende trauerten die Spieler des VfL Gumersbach.
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