Meldung: Taucher holt leblosen Jungen aus dem Wasser: Vater bekommt Herzinfarkt

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Hamburg – Dramatische Szenen in Hamburg-Neugraben: Dort fiel am Montagabend ein sechsjähriges Kind in einen alten Torfgraben.

Ein Feuerwehrmann sucht das Gewässer ab.
Ein Feuerwehrmann sucht das Gewässer ab.

Nach ersten Informationen fand ein Taucher der Feuerwehr den Jungen nach etwa 45 Minuten leblos im Wasser.

Sofort versuchte der Rettungsdienst das Kind wiederzubeleben. Bis zum späten Abend war unklar, ob die Reanimation erfolgreich war.

In der Aufregung bekam außerdem ein Mann, vermutlich der Vater des Jungen, bei der Suche nach dem Kind einen Herzinfarkt.

Er wurde erfolgreich wiederbelebt und ist nach Aussage des Lagezentrums der Polizei außer Lebensgefahr.

Die Unfallstelle im Langen Torfgraben liegt nicht weit entfernt von einer Flüchtlingsunterkunft an der Straße Am Röhricht. Ob es sich um einen Badeunfall handelt, ist derzeit unklar.

Entgegen anderslautender Meldungen ist kein weiteres Kind im Wasser verunglückt.

Nach den dramatischen Szenen am alten Torfgraben in Neugraben-Fischbeck wurden Vater und Sohn in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wie der Lagedienst der Polizei auf TAG24-Nachfrage erklärte, befinden sich beide in Lebensgefahr. Das fünfjährige Kind läge im Koma und sei nicht bei Bewusstsein.

Der Zustand des Vaters habe sich im Krankenhaus nach dem Herzinfarkt zwar stabilisiert, allerdings sehe es auch bei ihm noch kritisch aus.

Das genaue Alter des Jungen ist unklar. Die Angaben von Feuerwehr und Polizei widersprechen sich. Laut Polizei ist er fünf Jahre alt, laut Feuerwehrangaben sechs Jahre.

Dafür gibt es aber neue Informationen über den Unfallablauf. Demnach habe der Junge gegen 20.30 Uhr mit seinem Bruder am Ufer eines Rückhaltebeckens gespielt und sei dann hineingefallen, teilte die Feuerwehr mit.

Der Bruder eilte daraufhin zu seinem Vater, um Hilfe zu holen, wie die Polizei weiter mitteilte. Bei dem Versuch, seinen Sohn zu retten, brach der 35-Jährige noch an Land zusammen.

Vermutlich als Folge der Aufregung hatte der Vater einen Herz-Atem-Stillstand erlitten. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Unfallort eintrafen, begannen sie sofort mit der Reanimation des Mannes.

Erst dann erfuhren die Einsatzkräfte, dass ein Junge in den Teich gefallen sei. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Taucher fanden das Kind schließlich leblos unter Wasser. Wie lange er dort gelegen hatte, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Polizei schwebten am Dienstagvormittag sowohl der Junge als auch der Vater noch in Lebensgefahr.

Der Einsatz der Feuerwehr, bei dem insgesamt 50 Rettungskräfte im Einsatz waren, dauerte drei Stunden.

Vater und Sohn befanden sich am Dienstagnachmittag noch in einem kritischen Zustand, wie die Polizei mitteilte.

Der Junge hat seinen Sturz in das Rückhaltebecken nicht überlebt.

Wie zuerst die Bild-Zeitung berichtete, erlag er am Donnerstagabend seinen Verletzungen in einer Kinder-Klinik.

Feuerwehrleute suchen nach dem Jungen im Wasser.
Feuerwehrleute suchen nach dem Jungen im Wasser.
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