Mieten in Bayern steigen weiter – Top Meldungen

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Egal, ob Eigenheim oder Bauland: Die Immobilienpreise im Freistaat gehen weiter durch die Decke. Das teuerste Pflaster ist nach wie vor München. Dies geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht Deutschland hervor. Auch Wohnen ist teuer geworden.

Ob Eigenheim, Eigentumswohnung oder Bauland – München ist unter deutschen Großstädten weiterhin das mit Abstand teuerste Pflaster für Käufer. Die Preise für Wohnimmobilien steigen weiter und das besonders in begehrten Lagen. Dort ist es ohnehin besonders teuer, heißt es im aktuellen Immobilienmarktbericht für Deutschland, den der Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse veröffentlicht hat.

Ausgewertet wurden bundesweit alle notariellen Kaufverträge aus dem Jahr 2018. Insgesamt stieg das Investitionsvolumen für Immobilien in Deutschland auf einen neuen Rekordwert von 269 Milliarden Euro. In den vergangenen zehn Jahren blieb die Zahl der Kaufabschlüsse mit rund einer Million zwar stabil. Der Gesamtgeldumsatz verdoppelte sich in dieser Zeit.

Deutschlandweit gibt es große Preisunterschiede. Gebrauchte Eigenheime werden im Landkreis München mit 14.200 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Zum Vergleich: im Kyffhäuserkreis in Thüringen sind sie mit 410 Euro je Quadratmeter am günstigsten. Berlin als größte deutsche Stadt gilt mit 3.380 Euro pro Quadratmeter Eigenheim noch als vergleichsweise preiswert. Den steigenden Preisen in Großstädten steht eine relative Wertvernichtung bei Immobilien in strukturschwachen Regionen gegenüber. Weil die Preise dort mitunter langsamer als die Inflationsrate steigen, eignet sich das eigene Häuschen in diesen Regionen nur noch bedingt für die Altersvorsorge.

Der Immobilienverband Süd gab in seinem Herbstbericht bekannt, dass auch zur Miete wohnen im vergangenen Halbjahr wieder teurer geworden ist, allerdings nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit. Die Miete für eine gut erhaltene Gebraucht-Wohnung, die laut IVD-Chef Stephan Kippes am Mietmarkt die größte Bedeutung hätte, stieg in Städten wie Regensburg im letzten Halbjahr von 10,50 Euro pro Quadratmeter auf 11 Euro und in Würzburg um 30 Cent auf 10,20 Euro. Nach unten dagegen gingen die Mietpreise in Erlangen: von 12,30 Euro für ein vergleichbares Objekt auf 12,20 Euro.

In der Landeshauptstadt, so Kippes, gab es aber nur noch schwache dürre Pluszeichen von 17 Euro auf 17,10 Euro. Für Münchner Verhältnisse sei das schon fast Stillstand. Der IVD-Chef kennt die Gründe.

Zur Frage, wie die Entwicklung der Mietpreise weitergeht, sagte der IVD-Chef : “Relativ gleich mit einem ganz zarten Pluszeichen.”

Wem gehören die Wohnungen in Augsburg, München und Würzburg? Wo fließt die Miete hin und wer profitiert von den steigenden Preisen? Gemeinsam mit den Bürger*innen möchten BR und Correctiv den Immobilienmarkt transparenter machen. Helfen Sie mit!


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Deutschlandweite Rekordwerte

Enorme Preisunterschiede

Teure Immobilien, hohe Mieten

Münchner Mieten auf Rekordniveau

Mieten in Bayern steigen weiter

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