Minister – Italien stellt 10 Milliarden für Antiviren-Maßnahmen bereit

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Berlin – Italien will rund zehn Milliarden Euro im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie lockermachen.

Dies werde wahrscheinlich dazu führen, dass die staatliche Neuverschuldung in diesem Jahr auf knapp drei Prozent der Wirtschaftsleistung steigen werde, sagte Industrieminister Stefano Patuanelli am Dienstag dem Sender Radio Capital. Regierungsinsider sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Finanzministerium nun mit einem Defizit von 2,8 Prozent rechnet. Ursprünglich waren 2,2 Prozent vorgesehen worden, doch wurde dieses Ziel bereits vorige Woche auf 2,5 Prozent angehoben. Der europäische Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von drei Prozent vor. Die Regierung werde wegen der Epidemie um eine Überprüfung der Regeln nachsuchen, sagte Patuanelli.

Italien leidet von allen europäischen Ländern am stärksten unter dem Ausbruch. Die Regierung hat deshalb am Montagabend die bislang nur für Regionen im Norden geltenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgedehnt.

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