Neuer Leinwand-Gigant muss sechs Kinos in Deutschland verkaufen

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München – Der britische “Cinemaxx”-Betreiber Vue Entertainment muss vor der Übernahme der deutschen Kinokette Cinestar sechs Häuser in Deutschland verkaufen.

Das Bundeskartellamt genehmigte die vor fast eineinhalb Jahren beschlossene Fusion der beiden größten deutschen Filmtheater-Ketten unter Auflagen, wie die Behörde am Montag mitteilte. “In sechs Regionen hätte die Übernahme dazu geführt, dass ein Großteil des Kinoangebots künftig von einem einzigen Unternehmen angeboten worden wäre”, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Daher müssten die Cinestar-Kinos in Augsburg, Bremen, Gütersloh, Magdeburg und Remscheid sowie das Cinemaxx-Kino in Mülheim/Ruhr innerhalb von sechs Monaten verkauft werden. Erst danach könne die Fusion vollzogen werden.

Vue gehören 31 Kinos in Deutschland, dem Cinestar-Betreiber Event Hospitality & Entertainment aus Australien 53. In Frankfurt und Offenbach, Berlin und Hannover kämen Cinemaxx und Cinestar zwar ebenfalls auf beträchtliche Marktanteile, dort gebe es aber noch ausreichend Konkurrenz, erklärte das Kartellamt. Auf der Beschaffungsseite sieht die Behörde keine Hindernisse – die Filmverleiher seien mit den Branchengrößen Disney/Fox, Sony, Universal und Warner noch stärker konzentriert als die Kino-Betreiber.

Die größten fünf Ketten in Deutchland vereinen zwar nur ein Siebtel der Kinos auf sich, aber fast die Hälfte der Sitzplätze. Die britische Vue Entertainment will für Marktführer Cinestar bis zu 222 Millionen Euro zahlen. Vue gehört den kanadischen Pensionskassen OMERS und Alberta Investment Management Corp (AIMCo).

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