Noch mehr Kultur für die Couch – Top Meldungen

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Liebhaber*innen der Kultur haben es gerade schwer. Deswegen hier ein paar Tipps von BR-Kultur-Redakteur Martin Zeyn für Sendungen, die Sie auch von zuhause genießen können. Frei nach dem Motto: Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Viele vermissen jetzt Theater- und Konzertbesuche. Für die Liebhaberinnen und Liebhaber der klassischen Musik und des Jazz bietet BR-KLASSIK viele Konzerte als Stream an (zum Beispiel den Auftritt von Angelique Kidjo in Burghausen). Natürlich ist das nicht dasselbe wie live – aber trotzdem tut es gut, in diesen unruhigen Zeiten auch einfach mal großartigen Musiker*innen zuzusehen und zuzuhören.

Corona trifft auch die Kinobranche hart. Die Säle bleiben leer, Projekte werden unterbrochen, verschoben. In der zweiten Staffel von “Nie im Kino” geht es um Filme, die es – auch ohne Pandemie – nie auf die Leinwand geschafft haben. Zum Beispiel der Streifen “Superman lives” mit Nicolas Cage, der gegen Ende der 90er Jahre gedreht werden sollte. Der Grund? Schon in den 60ern hatte Umberto Eco eigentlich das Todesurteil über die Figur formuliert: Superman sei langweilig, weil er halt so super sei, dass ihm kein Bösewicht etwas antun könne. Trotzdem wagten sich immer wieder Studios an den Helden aller Helden – und scheiterten. Selbst Tim Burton, der es geschafft hatte, Batman wiederzubeleben.

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Was tun, wenn das Gerichtswesen farbige und arme Menschen benachteiligt? Der Bestsellerautor John Grisham ist Teil des “Innocent Project”, einer Initiative, die Ermittlungen neu aufrollt. Immer wieder mit Erfolg – auch wenn die Verurteilung über 30 Jahre zurückliegt. “In Amerika kommt man leicht ins Gefängnis, aber sehr schwer wieder heraus. Wir haben zu viele unschuldige Menschen in den Gefängnissen. Von der Regierung gibt es keine Hilfe. Denn die Regierung selbst ist das Problem.” In seinem neuen Buch “Die Wächter” erzählt Grisham vom Schicksal unschuldig verurteilter Todeskandidaten.

“Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.” Eine der berühmtesten Zeilen von Hölderlin. Eine, die in diesen Zeiten besondere Gültigkeit hat. Die Lesung der Briefe Hölderlins an seine Familie zeigt einen ganz normalen jungen Mann, der seinen Platz in der Welt finden will.

Der BR-Literaturkenner Niels Beintker widmet Hölderlin im Kulturjournal fast eineinhalb Stunden. Er sprach mit Sandra Richter, der Direktorin des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, und mit dem Galiani-Verlagsleiter Wolfgang Hörner über die wechselvolle Rezeptionsgeschichte von Hölderlin, der sowohl von rechts wie auch von links vergöttert wurde.

Sex ist ein unerschöpfliches Thema. Wobei – dank Internet sollten wir alle alles schon gesehen haben. Wirklich? Mal abgesehen davon, dass das dort Gezeigte mit der Wirklichkeit oft nur in einer sehr vagen Verbindung steht: Ein Leben ohne Sex, das mag für Mönche möglich sein, ist aber sonst nur ein Randphänomen. Oder doch nicht? Etwa ein Prozent aller Menschen ist asexuell. Für sie stellt sexuelle Lust keine Lust dar. Für manche eine Last, für andere wie die Hauptfigur im WDR-Beitrag – etwas, mit dem sie gut leben kann. Und sogar in langjährigen Beziehungen leben konnte!

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Nie im Kino

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Der unerschöpfliche Hölderlin 1

Der unerschöpfliche Hölderlin 2

Asexuell und glücklich

Noch mehr Kultur für die Couch

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