Opec-Staaten für Finanzierungskürzung – Zustimmung Russlands ist Bedingung

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Wien – Die Opec-Staaten sind Insidern zufolge zu einer kräftigen Kürzung der Ölförderung bereit, um den im Zuge der Coronavirus-Krise gefallenen Ölpreis zu stützen.

Dabei gehe es um eine Menge von 1,5 Millionen Barrel pro Tag, sagten Insider am Donnerstag. Bedingung sei aber, dass sich Russland an diesem Schritt beteilige. Die Opec-Minister beraten derzeit in Wien. Am Freitag stehen die Gespräche mit anderen wichtigen Ölproduzenten an, darunter auch Russland. Bislang hat die Regierung in Moskau signalisiert, dass sie zu einer Verlängerung der mit der Opec vereinbarten Fördergrenze von insgesamt 2,1 Millionen Barrel pro Tag bereit ist, aber nicht zu einer noch stärkeren Drosselung.

Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent stieg am Donnerstag um 1,4 Prozent auf 51,80 Dollar je Barrel. Seit Jahresanfang hat sich Erdöl um etwa ein Fünftel verbilligt. Das macht vor allem den Opec-Ländern zu schaffen. Russland dagegen gab an, mit dem derzeitigen Preisniveau leben zu können. Der Ausbruch des Coronavirus drückt auf die Ölnachfrage, weil Flüge gestrichen und Reisen abgesagt wurden, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern und ein Einbruch der Weltkonjunktur befürchtet wird.

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