Österreich verhängt Einreiseverbot für Personen aus Italien

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Wien – Österreich hat aufgrund der starken Ausbreitung des Coronavirus ein Einreiseverbot für Personen aus Italien verhängt.

“Hier ist das oberste Ziel, die Verhinderung des Austausches und somit das Einschleppen der Erkrankung in unsere Gesellschaft”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien. Ausgenommen seien Personen, die ein ärztliches Attest hätten. Auch der Passagierzugverkehr nach Italien werde eingestellt, sagte Innenminister Karl Nehammer.

Zudem sollen alle Österreicher, die sich derzeit in Italien aufhalten, nach Hause geholt werden. Diese Personen müssten sich nach ihrer Ankunft sofort für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben, sagte der Kanzler. Das Außenministerium hatte zuvor für Italien die höchste Reisewarnungsstufe verhängt. Den Unternehmen wiederum werde empfohlen, ihren Mitarbeitern wenn möglich Teleworking zu gewähren.

Aber auch für das öffentliche Leben soll es in den kommenden Wochen Einschränkungen geben. Lehrveranstaltungen an Universitäten und Fachhochschulen werden ab spätestens Montag eingestellt. Der Lehrbetrieb wird online fortgesetzt. Darüber hinaus werden Open-Air-Veranstaltungen mit über 500 Besuchern und alle Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen bis April abgesagt. “Für einige Wochen ist es jetzt notwendig, das soziale Leben zu reduzieren”, sagte Kurz. Insgesamt gibt es in Österreich bislang 157 Coronavirus-Infizierte, Tote sind bislang nicht gemeldet worden.

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