Powell erwartet “erheblichen Auftrieb” für die Wirtschaft durch die Zinssenkung der Fed

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Washington – Die US-Notenbank Fed hat nach der überraschenden Zinssenkung inmitten der Viruskrise noch keine weiteren Maßnahmen im Auge.

Die Währungshüter hätten sich dies noch nicht angeschaut, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag auf einer eilends anberaumten Pressekonferenz nach dem außer der Reihe getroffenen Zinsbeschluss. Die Notenbank gehe davon aus, dass die geldpolitische Lockerung der Wirtschaft einen “bedeutenden Schub” geben werde. Politische Erwägungen hätten bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, sagte Powell auch mit Blick auf die jüngsten Zwischenrufe von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte jüngst erneut eine kräftige Zinssenkung gefordert.

Die US-Währungshüter haben den Schlüsselsatz am Dienstag völlig überraschend um einen halben Punkt gekappt – auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die mit der Ausbreitung des Coronavirus verbunden sind.

Powell sagte, die Fed sei in aktiven Gesprächen mit anderen Notenbanken. Die Viruskrise erfordere eine facettenreiche Antwort. Auf einer Telefonkonferenz hatten sich die Finanzminister und Zentralbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) über ihr Vorgehen gegen die Krise abgestimmt. US-Finanzminister Steven Mnuchin betonte danach, die G7 hätten vereinbart, “alles in ihrer Macht Stehende” zur Schadensbegrenzung zu tun.

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