Regierungssprecher – Wollen Unternehmensinsolvenzen durch Corona vermeiden

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Berlin – Die Bundesregierung wird nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert alles tun, um die Auswirkungen des Coronavirus auf Firmen und Arbeitnehmer abzufedern.

“Unser Ziel ist, dass möglichst kein Unternehmen in Deutschland durch den Coronavirusausbruch in Insolvenz gerät und möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen soll”, sagte Seibert am Montag in Berlin. Wenn sich die Lage verschärfe, werde man “schnell und passgenau” reagieren. Das sei neben der Eindämmung der Ausbreitung “ein Teil des Kampfes, den wir führen müssen”, sagte er zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses etwa beim Kurzarbeitergeld. Wie hoch die Kosten für den Ausgleich der negativen wirtschaftlichen Folgen seien, könne man derzeit nicht seriös abschätzen.

Ein Sprecher des Finanzministeriums betonte mit Blick auf andere EU-Staaten, die ähnliche finanzielle Hilfen planten, dass die Regelungen des EU-Stabilitäts- und Wachstumspaktes ausreichend flexibel seien, um die Auswirkungen auf die nationalen Budget-Defizite zu beurteilen. Die Folgen des Coronavirus-Ausbruches seien kommende Woche auch Thema beim Treffen der EU-Finanzminister. Derzeit informierten sich in Deutschland besonders Firmen aus der Tourismus- und Messebranche über staatliche Hilfen, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Es gebe bei der Hotline des Ministerium mehr als 100 Anfragen täglich, meist von kleinen Unternehmen. Es gebe dabei bereits Anfragen für Liquiditätshilfen. “Wir stellen den Unternehmen schon jetzt Liquidität zur Verfügung”, sagte die Sprecherin.

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