Regiomed „im Krisenmodus“: Klinikverbund wappnet sich – Top Meldungen

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Der Klinikverbund Regiomed wappnet sich weiter gegen die Corona-Krise. So dürfen nur wichtige Operationen durchgeführt werden, um Betten für adhoc Corona-Patienten freizuhalten. Ein Kriseninterventionsteam kümmert sich um die Psyche der Mitarbeiter.

Der länderübergreifende Klinikverbund Regiomed bereitet sich weiter auf die Herausforderungen durch die Corona-Krise vor. Wie die Verantwortlichen in einer telefonischen Pressekonferenz mitteilten, sei die Lage in den Regiomed-Häusern noch relativ ruhig. Probleme gebe es aktuell nur in der Reha-Einrichtung im thüringischen Massaberg. Schuld sei die Nähe zum unter Quarantäne stehenden Ort Neuhaus am Rennsteig. Einige Mitarbeiter seien nicht einsetzbar und werden deshalb durch Personal aus anderen Regiomed-Einrichtungen ersetzt.

Die Regiomed-Belegschaft befinde sich dennoch bereits im Krisenmodus, so Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke: “Alle arbeiten am Limit, schon in der Vorbereitung.” Deshalb wurde auch ein Kriseninterventionsteam eingerichtet. Dieses kümmert sich per Telefon aber auch im mobilen Einsatz um die psychische Gesundheit der Mitarbeiter. Probleme mit Schutzausrüstungen gebe es noch nicht. Alle Mitarbeiter, vom ärztlichen Personal bis hin zu Verwaltung und Reinigungskräften, tragen derzeit Schutzmasken, so der Klinikchef.  

Ein Krisenstab arbeite weiterhin intensiv an einem mehrstufigen Krisenkonzept. Aktuell werden planbare Eingriffe wie Knie- oder Hüftoperationen verschoben. Wichtige Eingriffe wie Tumor-Operationen würden selbstverständlich weiterhin durchgeführt, so Schmidtke.

Zurzeit sind beispielsweise in Coburg 160 bis 180 Betten nicht belegt. Im Klinikum sei aber ein großer “Corona-Bereich” eingerichtet worden, in dem spontan 60 Patienten aufgenommen werden könnten. Unter anderem wurde auch die Möglichkeit einer Nutzung des alten Krankenhauses in Lichtenfels überprüft. Allerdings käme diese Option nur als eine der letzten Maßnahmen und wohl nicht für die Intensivbetreuung in Betracht.

Zudem müsse für solche Maßnahmen Personal zur Verfügung stehen, so Schmidtke. Schon jetzt werden in den Regiomed-Kliniken Mitarbeiter aus nahe gelegenen Reha-Kliniken auf Einsätze vorbereitet. Unter anderem handle es sich hierbei um Krankenschwestern, die bereits auf Intensivstationen gearbeitet haben.

Schmidtke äußerte sich auch froh über die neue Fassung des Krankenhausentlastungsgesetzes. Durch die Nachbesserungen werde den Kliniken in der Krise gut geholfen. Nach aktuellen Berechnungen liege der Erlösausfall durch die Corona-Krise für die Regiomed-Kliniken insgesamt zwischen 30 und 50 Millionen Euro.

Zu dem oberfränkisch-thüringischen Klinikverbund gehören neben den Kliniken in Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen, Neustadt bei Coburg, und Sonneberg auch Medizinische Versorgungszentren, Seniorenzentren, und zwei Wohnheime für psychisch Erkrankte.

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Regiomed-Mitarbeiter arbeiten am Limit

Nur wichtige Operationen werden durchgeführt

Corona-Bereich für 60 adhoc Patienten

Personal aus anderen Kliniken

Krankenhäuser durch Gesetz entlastet?

Regiomed „im Krisenmodus“: Klinikverbund wappnet sich

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