Safer Internet Day: So schützen Sie sich im Netz – Top Meldungen

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Datenklau, Phishing, Erpressungstrojaner: Im Netz gibt es viele Gefahren. Mit einfachen Tricks können Sie ihre Sicherheit aber erhöhen – das hier sind die Wichtigsten.

Das Einfachste zuerst: “Passwort” ist kein sicheres Passwort, “Hallo” ist kein sicheres Passwort und “12345678” ist auch kein sicheres Passwort. Auch das eigene Geburtsdatum nicht – und nein, “Passwort1” ist als Passwort nicht viel sicherer als “Passwort”. Sie sollten zudem kein kurzes Passwort wählen und auch nichts, was in einem Wörterbuch vorkommt, nicht den Namen Ihres Ehepartners, nicht den Namen Ihres Haustieres und auch keine anderen Namen. Kurz gesagt: Ihr Passwort sollte nicht erratbar sein und in keinem Wörterbuch stehen, egal in welcher Sprache.

💡 So kommen Sie zu einem sicheren Passwort

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Früher hieß es, dass ein sicheres Passwort vor allem eine große Menge an Sonderzeichen enthalten sollte. Heute empfehlen Experten stattdessen ein möglichst langes Passwort zu wählen. Am besten überlegen Sie sich einen Satz und reihen die Anfangsbuchstaben aneinander, in etwa so: “Ich verwende ‘Passwort’ nicht als Passwort, denn das ist sehr unsicher und ich lese sehr gerne BR24”. Das ergibt dann das Passwort „IvPnaPddisuuilsgBR24“.

Zig Accounts, die man mit unterschiedlichen Passwörtern sichern soll, die dann auch noch kompliziert sein sollen und die man zu allem Überfluss auch noch regelmäßig ändern sollte: Kaum jemand kann hierbei die Übersicht behalten. Für dieses Problem gibt es eine Lösung: Passwort-Manager.

Die Stiftung Warentest hat erst kürzlich wieder Passwort-Manager getestet, drei der 14 getesteten Programme erhielten die Note „gut“. Wichtig: Das Master-Passwort, mit dem sie in ihren Passwort-Manager gelangen, müssen Sie selbst eingeben. Das ist dann das einzige Passwort, das sie regelmäßig verwenden und sollte deswegen besonders sicher sein. Wir haben für Sie hier auch nochmal empfehlenswerte Passwort-Manager zusammengetragen.

Eine Alternative zum einem Passwort-Manager kann auch das gute, alte Papier sein. Allerdings bietet sich diese Lösung eher für Nutzer an, die lediglich eine überschaubare Anzahl an Zugängen und Passwörtern verwalten müssen. Die notierten Passwörter sollte man zudem nicht bei sich tragen, sondern an einem sicheren Ort deponieren.

Bis vor kurzem empfahl auch das Bundesamt für Sicherheit in den Informationstechnik: Passwörter regelmäßig wechseln! Mittlerweile hat sich die Behörde davon verabschiedet. Bei vielen Nutzern führt das dauernde Ändern von Passwörtern nämlich dazu, dass dann doch immer wieder dasselbe Passwort verwendet wird – ergänzt durch eine wechselnde Zahl am Anfang. Deswegen: Ändern Sie ihr Passwort gerne seltener, dafür dann aber richtig.

Zwei-Faktor-Authentifizierung, das heißt: Neben ihrem Passwort müssen Sie noch eine PIN eingeben, um sich einzuloggen. Sie kennen dieses Verfahren vermutlich vom Online Banking. Die PIN kommt entweder per SMS, manche Anbieter arbeiten aber auch mit speziellen Authentifizierungs-Apps. Wann immer es geht, sollten Sie die doppelte Authentifizierung einschalten, insbesondere bei wichtigen Accounts. Anbieter, die die doppelte Authentifizierung erlauben, sind zum Beispiel Google und Amazon, aber auch E-Mail-Anbieter wie Posteo oder GMX. Die doppelte Authentifizierung ist etwas lästig, erhöht die Sicherheit ihrer Daten aber enorm!

Sicherheitslücken in Systemen können von Hackern ausgenutzt werden. Deswegen gilt: Laden Sie sich immer die aktuellsten Updates für ihr System und ihre Software herunter.

Manchmal passiert es trotzdem: Sie lassen Ihren Laptop im Zug liegen, er wird geklaut oder sie klicken auf einen E-Mail-Anhang und fangen sich Ransomware ein, so nennt man erpresserische Schadsoftware. Die Folgen können Sie abfedern, in dem Sie per Backup Ihre wichtigsten Daten regelmäßig sichern. Backups können Sie auf eine externe Festplatte speichern oder im Internet, in der Cloud. Im Netz finden Sie zahlreiche Anbieter.

Die wichtigste Regel: Seien Sie misstrauisch, aber nicht paranoid. Vertrauen Sie ihrem gesunden Menschenverstand! Wird ihre Bank wirklich wollen, dass sie ihre Geheimzahl in ein Online-Formular eintragen, das Sie gerade per Mail bekommen haben? Vermutlich nicht. Wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie bei der Bank an oder geben Sie den Betreff einer solchen E-Mail in eine Suchmaschine ein; sehr oft finden sich dann entsprechende Sicherheitshinweise von Leuten, die bereits in die Falle getappt sind.

Öffnen Sie nie Anhänge von E-Mails, deren Absender Sie nicht kennen. Und vergessen Sie nicht: Das Internet hat eine dunkle Seite, aber auch eine helle. In Foren, auf Webseiten, in vielen Teilen des Netzes finden Sie Informationen und Menschen, die Ihnen helfen.

Erstens: Benutzen Sie ein starkes Passwort!

Zweitens: Verlieren Sie nicht die Übersicht!

Drittens: Ändern Sie ihr Passwort lieber selten – aber wenn, dann richtig!

Viertens: Aktivieren Sie, wo es geht, die 2-Faktor-Authentifizierung!

Fünftens: Halten Sie ihr System aktuell!

Sechstens: Für den Notfall: Machen Sie regelmäßige Updates

Siebtens: Trau, schau, wem!

Safer Internet Day: So schützen Sie sich im Netz

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