Schweizerische Post setzt auf Digitalisierung im Brief- und Paketgeschäft

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Berlin – Die Deutsche Post stemmt sich mit einer Digitalisierungsoffensive gegen sinkende Sendungsmengen in ihrem traditionellen Briefgeschäft.

Aber auch beim Versand von Paketen plant der Konzern Neuerungen. Zudem will er sein Packstation-Netzwerk weiter ausbauen. “Wir machen unsere Leistungen einfacher nutzbar, Sendungsinformationen unmittelbar zugänglich und unsere Qualität damit transparenter”, kündigte der für das deutsche Brief- und Paketgeschäft zuständige Vorstand Tobias Meyer am Dienstag in Berlin an. Künftig sollen alle Frankierungen – also auch Briefmarken – einen Matrixcode beinhalten, der eine bessere Nachverfolgung von Briefsendungen ermöglicht. Damit werden die Sendungen in den Sortierzentren erfasst. Der Konzern kann dann im Fall von Reklamationen besser herausfinden, ob er einen Brief tatsächlich erhalten hat und wo dieser sortiert wurde.

Beim Paket will die Post Kunden ermöglichen, mit einem “Live-Tracking” im Internet oder mit Hilfe einer DHL-App zu verfolgen, wann genau eine Sendung zugestellt wird. Verbrauchern soll dann am Tag der Zustellung ein 60- bis 90-minütiges Zeitfenster angezeigt werden, damit sie wissen, wann ihr Paket ausgeliefert wird. 15 Minuten vor der Zustellung soll es eine weitere Benachrichtigung geben.

Die Post will zudem auch mehr Packstationen aufstellen. Bis 2021 soll das Netz von aktuell rund 4.500 Automaten auf rund 7.000 Packstationen ausgebaut werden. Der Konzern will zudem einen neuen Automaten an den Start bringen, über den neben Paketen auch Briefe verschickt und bargeldlos Brief- und Paketmarken gekauft werden können. Die Post will für die Automaten zudem eine Video-ChatFunktion testen, über die Kunden sich beraten lassen können: “Damit entspricht das Leistungsangebot dieses Automaten dem einer kleinen Postfiliale.” Der Konzern könnte mit solchen automatisierten Klein-Filialen auch Geld sparen.

Die Post kämpft in ihrem Briefgeschäft durch die Konkurrenz der E-Mail mit stetig sinkenden Sendungsmengen. Im deutschen Briefgeschäft schrumpfte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 etwa um 1,3 Prozent auf rund sieben Milliarden Euro. Anders sieht es dagegen bei Paketen aus – hier schraubt die Post auch dank des boomenden Online-Handels die Erlöse in die Höhe.

Bei der Bundesnetzagentur hatten sich zuletzt aber auch Beschwerden von Verbrauchern über die Zustellung gehäuft. Verzögerungen bei Briefen und Mängel bei der Zustellung von Paketen brachten die Verbraucher dem Regulierer zufolge in Rage. Die gesetzlich geforderte Qualität der Zustellung werde aber zumeist eingehalten, hatte der Regulierer erklärt.

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