Thyssen-Stahlbereich sagt Betriebsversammlungen wegen Corona-Virus ab

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Düsseldorf – Die Corona-Krise durchkreuzt bei Thyssenkrupp die Pläne für die Betriebsversammlungen der Stahlsparte.

“Die Gesundheit unserer Belegschaft hat allerhöchste Priorität, diese zu schützen ist unsere gemeinsame Aufgabe”, betonte Stahl-Betriebsratschef Tekin Nasikkol in einem der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorliegenden Schreiben an die Mitarbeiter. Der Betriebsrat folge den Empfehlungen des Pandemie-Krisenstabes des Unternehmens, wonach “alle größeren und nicht produktionsrelevanten Besprechungen und Versammlungen” bis auf Weiteres abgesagt oder verschoben werden sollten und größere Menschenansammlungen gemieden werden sollten. Der Betriebsrat habe daher ohne Gegenstimmen beschlossen, die für den 19. März geplanten Betriebsversammlungen Hamborn/Beeckerwerth in der Mercatorhalle abzusagen.

In der Stahlsparte verhandelt das Management mit den Arbeitnehmervertretern derzeit über die künftige Strategie. Teil der Gespräche ist auch der geplante Abbau von 2000 Jobs. Der Bereich Groblech soll verkauft oder – wenn sich kein Käufer findet – geschlossen werden. Dadurch könnte nochmal rund 800 Jobs wegfallen. Viele Mitarbeiter seien verunsichert, ist in Kreisen der IG Metall zu hören. Der Stahlvorstand hätte hierzu auf der Versammlung Rede und Antwort stehen sollen. Nun will Betriebsratschef Nasikkol auf anderen Wegen mit der Belegschaft kommunizieren. Hierzu sollten auch digitalen Kanäle des Unternehmens genutzt werden.

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