Todesfälle bei Gefängnisunruhen in Italien – Besuchsverbot wegen Koronaepidemie

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Rom – Im Zuge der Coronavirus-Bekämpfung sind in mehreren italienischen Gefängnissen Aufstände ausgebrochen und insgesamt sechs Insassen getötet worden.

Es habe eine Reihe von Revolten gegeben, sagte Gefängnisverwaltungschef Francesco Basentini in einem Fernsehinterview am Montag. Drei Häftlinge seien in einem Gefängnis im norditalienischen Modena gestorben, drei weitere seien ums Leben gekommen, nachdem sie aus der Anstalt verlegt worden seien. In der Stadt Pavia wurden nach Gewerkschaftsangaben zwei Justizvollzugsbeamte als Geiseln genommen und erst nach einem Polizeieinsatz wieder freigelassen. In mehreren Haftanstalten wurden Brände gelegt und so erheblicher Schaden angerichtet, wie das Justizministerium mitteilte.

Auslöser der Unruhen war offenbar ein am Sonntag erlassenes Notfalldekret, mit dem die Regierung als Teil ihrer Maßnahmen zur Eindämmung des Virus den direkten Kontakt zwischen Häftlingen und deren Angehörigen einschränkt. Modena und Pavia liegen in der sogenannten Roten Zone, einem Sperrgebiet, das große Teile Norditaliens umfasst. Das Gebiet ist in Europa am schwersten von der Coronavirus-Epidemie betroffen.

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