Trauer um den Schöpfer von Asterix: Albert Uderzo – Top Meldungen

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Der französische Zeichner Albert Uderzo, der zusammen mit René Goscinny die pfiffigen Gallier erschuf, ist im Pariser Vorort Neuilly gestorben. Das teilte eine Sprecherin des Verlagshauses Hachette in Frankreich am Dienstag mit.

Der 92-Jährige Albert Uderzo ist in einem Vorort von Paris an einem Herzinfarkt gestorben, teilte sein Verlag Dienstag mit. Albert Uderzo schuf 1959 zusammen mit dem Texter René Goscinny den kleinen Gallier namens Asterix, der bald nicht nur als französischer Nationalheld Kultstatus genoss. Auch in Deutschland trauern viele Fans um den verstorbenen Zeichner Uderzo. Und das trotz des frühen Albums “Asterix und die Goten” von 1963, in dem die Deutschen als blutrünstige Westgoten ins Land der Gallier einfallen. Denn da ging es nie um Revanche, das versichert Uderzo noch in einem späten Interview: “Wir wollten nie Rache nehmen, sondern wir haben die Deutschen damals auf lustige Weise gezeigt – die Deutschen, ich spreche nicht von den Nazis.”

Der 1927 in Fismes bei Reims geborene Sohn italienischer Einwanderer malte schon als Jugendlicher gern, machte aber erst einmal eine Schreinerlehre. Als Comic-Zeichner trat er erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Erscheinung, wirklich erfolgreich wurde er erst mit den Geschichten um Asterix und Obelix.

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Zusammen mit René Goscinny hat Albert Uderzo 24 Alben mit dem wohl berühmtesten Comichelden der Welt erfunden: mit Asterix. Als Goscinny 1977 unerwartet starb, – die beiden hatten gerade den Band 24 fertig: “Asterix bei den Belgiern”, wollte Uderzo auch aufhören, doch seine große Fangemeinde überredete ihn, weiter zu machen. “Nach Renés Tod wollte ich mit unseren Comicfiguren nicht mehr arbeiten. Zwei Jahre später habe ich sie dann doch wieder zum Leben erweckt, weil mich zahlreiche Leser in ihren Briefen dazu aufgefordert bhatten,” erinnerte sich Uderzo in einem Interview zu seinem 90. Geburtstag.

Bis 2013 zeichnete Uderzo weiter, dann gab der große Comic-Zeichner die Asterix-Figuren in die Hände des Autorenduos Jean-Yves Ferri und Didier Conrad. Einen kleinen Nachklapp brachte Uderzo 2017 raus: das Album “Asterix erobert Rom”, das auf einen 1976 veröffentlichten Trickfilm zurückgeht. Für das hat René Goscinny noch das Drehbuch geschrieben: Ausnahmsweise hatte Goscinny die Geschichte zuerst als Film konzipiert, sonst war es immer umgekehrt. So wurde Uderzos letztes Astrix-Album “Asterix erobert Rom” eine Verneigung vor dem verstorbenen Freund.

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