Unterfranken sucht Standorte für Corona-Hilfskrankenhäuser – Top Meldungen

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Noch reichen die Kapazitäten der unterfränkischen Kliniken für die Behandlung der Corona-Infizierten aus. Weil die Patientenzahlen weiter steigen dürften, werden aber auch hier mögliche Standorte für Hilfskrankenhäuser gesucht.

Wegen der steigenden Zahl der Corona-Infizierten sucht die Bayerische Staatsregierung aktuell nach Standorten für mögliche Hilfskrankenhäuser in den Regionen. Auch in Unterfranken arbeiten die Krisenstäbe mit Hochdruck daran, weitere Kapazitäten für Covid-19-Patienten auszuloten. Stadt und Landkreis Würzburg, wo es besonders viele Infizierte gibt, haben sich bereits darauf eingestellt, dass bald Hilfskrankenhäuser benötigt werden könnten. Zwei mögliche Standorte sollen dafür aktuell im Gespräch sein.

Der Landkreis Bad Kissingen sieht seine Stärken unter anderem in den Ressourcen der Reha-Kliniken. Dort werden auch bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen. Wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Nordbayern mitteilt, hat das Gesundheitsministerium per Allgemeinverfügung angeordnet, die Reha-Kliniken zu räumen und vorhandene Bettenkapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung zu stellen. Dies setze man gerade um.

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In den insgesamt acht Reha-Kliniken der DRV Nordbayern würden damit 5.000 Betten zur Entlastung der Akut-Krankenhäuser bereitstehen. Im Landkreis Bad Kissingen gehören dazu die Sinntalklinik in Bad Brückenau und die Frankenklinik in Bad Kissingen.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld würde sich eventuell das ehemalige Kreiskrankenhaus in Bad Neustadt anbieten. Die Klinik ist Anfang 2019 auf den Rhön-Klinikum Campus im Stadtteil Herschfeld umgezogen. Das bisherige Gebäude in der Goethestraße ließe sich nun möglicherweise als Hilfskrankenhaus herrichten. Dazu ist allerdings noch keine Entscheidung gefallen. Laut Pressestelle am Landratsamt wird sich der Kreistag Rhön-Grabfeld morgen (Mittwoch, 1.4.) mit diesem Thema befassen.

Im Landkreis Miltenberg wird die Helios Klinik Miltenberg als Hilfskrankenhaus eingerichtet. Sie ist eine Fachklinik für geriatrische Rehabilitation mit rund 30 Patientenzimmern und Platz für bis zu 70 Patienten. Wie das Landratsamt mitteilt, entspricht die Ausstattung der Klinik der eines vollwertigen Krankenhauses. Hier sollen in erster Linie leichtere Fälle untergebracht werden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Helios Klinik in Erlenbach vorgesehen, in der akute, infektiöse COVID-19-Fälle untergebracht werden.

Die Regierung von Unterfranken hat zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Informationen zu möglichen Standorten für Hilfskrankenhäuser und weist darauf hin, dass die Planungen diesbezüglich laufen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hofft, bis Ende der Woche Konzepte der einzelnen Regionen auf dem Tisch zu haben.

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