Weitere Veranstaltungen wegen Coronavirus abgesagt

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München – Nach der Absage großer Events wie der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin und des Genfer Autosalons ändern immer mehr Firmen und Verbände wegen des Coronavirus ihre Veranstaltungspläne.

In Frankreich erklärte der Verlegerverband am Montag, die für März geplante Pariser Buchmesse werde verschoben. Die Entscheidung sei angesichts des Dekrets der Regierung gefallen, alle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Personen in geschlossenen Räumen zu verbieten. In Deutschland verschiebt die Messe Düsseldorf mehrere Veranstaltungen.

Beiersdorf, ProSiebenSat.1 und Henkel sagten ihre Bilanzpressekonferenzen als Präsenzveranstaltungen ab und setzten stattdessen Telefon- oder Internetkonferenzen an. Beiersdorf erklärte, in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen und zunehmenden globalen Verbreitung des Corona-Virus setze das Unternehmen außerdem internationale Geschäftsreisen, Konferenzen und Schulungen bis auf Weiteres vorsorglich aus. Die Deutsche Telekom sagte eine für den 11. März in Bonn geplante Branchenveranstaltung zur Cybersicherheit ab.

Die Veranstalter des Genfer Autosalons planen nach eigenen Angaben nun eine Live-Übertragung von Pressekonferenzen und Präsentationen von Autoherstellern. Die am Freitag abgesagte Messe hätte eigentlich am Montag mit Presseveranstaltungen beginnen sollen.

Die hannoversche Messegesellschaft denkt über eine Verschiebung der Hannover-Messe nach. Man stehe im Austausch mit den Gesundheitsbehörden und den Ausstellern und prüfe, ob die Industrieschau wie geplant im April stattfinden könne oder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werde, sagte ein Sprecher.

In München soll Internationale Handwerksmesse nach Angaben des Veranstalters wie geplant vom 11. bis 15. März stattfinden. Erwartet werden rund 1000 Aussteller und 100.000 Besucher, darunter am 13. März Bundeskanzlerin Angela Merkel. Über mögliche Maßnahmen berät die Gesellschaft für Handwerksmessen als Veranstalterin mit den Behörden. Bisher sei offen, wie die Empfehlungen des bayerischen Gesundheitsministeriums konkret umgesetzt werden könnten, sagte eine Sprecherin. Bayern hatte Messeveranstaltern empfohlen, Aussteller und Teilnehmer aus Corona-Risikogebieten auszuladen.

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Der Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim erklärt, bisher gebe es infolge des Coronavirus keine Einschränkungen oder Verschiebungen von Veranstaltungen in Deutschland. Aufgrund der Vorgaben der Bundesregierung entscheiden jeweils lokale Gesundheitsbehörden zusammen mit den Veranstaltern über notwendige Maßnahmen, wie ein Firmensprecher sagte.

Die Deutsche Börse wies angesichts der Ausbreitung des Coronavirus darauf hin, dass Handelsteilnehmer im Notfall auch außerhalb ihrer zugelassenen Handelslokationen am Börsenhandel teilnehmen dürfen.

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