Wie Faktenchecks auf Facebook und Twitter funktionieren – Top News

0

Bei allen zu bewertenden Inhalten muss der Faktenprüfer folgende Frage beantworten: “Wie zutreffend ist diese Meldung?” Bei der Faktenprüfung auf Facebook gibt es neun Bewertungsoptionen, die von falsch über teilweise falsch, wahr, falsche Überschrift bis zu Satire und Meinung reichen.

Falls alle drei Kriterien erfüllt sind, ist es “wahrscheinlich”, dass Twitter den Tweet löscht.

Accounts, die wiederholt oder schwerwiegend gegen diese Richtlinie verstoßen, können dauerhaft gesperrt werden.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Facebook überprüft Falschmeldungen, die auf seiner Plattform verbreitet werden, nicht selbst, sondern hat diesen Job bereits vor knapp dreieinhalb Jahren an unabhängige Fact-Checker aus aller Welt ausgelagert.

Inzwischen sind es laut Facebook mehr als 60 Organisationen, die Inhalte in mehr als 50 Sprachen überprüfen.

So geschehen im März: In einem Tweet hatte US-Präsident Trump einen Videoausschnitt von einer Wahlkampfveranstaltung des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden verkürzt und damit den Sinn entstellt.

Twitter reagierte, indem es diesen Trump-Tweet als “manipuliert” kennzeichnete und auf eine eigens erstellte Erklärseite zu dem Fall verlinkte.

Corona-Zeit ist Fake-News-Zeit.

Deswegen haben Facebook und Twitter Corona-Falschnachrichten den Kampf angesagt.

Wir erklären, wie Faktenchecker sie dabei unterstützen – und wer die Faktenchecker checkt.

Krisenzeiten sind immer auch Zeiten, in denen viele Falschmeldungen verbreitet werden.

Während der Corona-Pandemie ist dieses Phänomen besonders stark ausgeprägt.

Etwa, dass das Coronavirus in einem Labor in den USA entstanden sei.

Bei BR24 deckt das Faktenfuchs-Team die wichtigsten Falschnachrichten rund um Corona auf.

Viele davon werden über die sozialen Netzwerke oder über Messenger verbreitet.

Die großen Player sind sich dieses Problems bewusst und gehen gegen die Verbreitung von falschen Nachrichten beziehungsweise Behauptungen zum Coronavirus vor.

Für die Faktenprüfung hat Facebook einschlägige Organisationen ausgewählt, die vom International Fact-Checking Network (IFCN) zertifiziert sind.

Dort bewerben können sich Fact-Checking-Organisationen, die bei ihrer Arbeit den fünf Punkte umfassenden Code of Principles des IFCN beachten.

Dazu zählen:

Kommen Faktenchecker zu dem Schluss, der ein Inhalt ganz oder teilweise falsch ist, zeigt Facebook den entsprechenden Hinweis direkt unter dem Link zu dem fraglichen Inhalt an.

Teilt der Nutzer ihn trotzdem, wird er Inhalt im News Feed nur noch eingeschränkt verbreitet.

Laut Facebook reduziert sich die Reichweite solcher Posts um 80 Prozent.

Facebook arbeitet mit externen Fact-Checkern

Reichweite von Falschnachrichten wird drastisch reduziert

Fact-Checker kontrollieren sich selbst

Blogger beschwert sich über Correctiv-Bewertung

Twitter prüft falsche und irreführende Inhalte selbst

Twitter kennzeichnet Trump-Tweet als manipuliert

Externe Gutachter, zu denen andere Fact-Checker, investigative Journalisten oder (Kommunikations-)Wissenschaftler gehören, bewerten die Bewerbung.

Eine positive Zertifizierung gilt ein Jahr lang und muss danach neu beantragt werden.

Wer mit der Arbeit einer vom IFCN zertifizierten Fakt-Checker-Organisation nicht einverstanden ist, kann sich über ein Beschwerdeformular an das IFCN wenden.

Corona-Zeit ist Fake-News-Zeit.

Deswegen haben Facebook und Twitter Corona-Falschnachrichten den Kampf angesagt.

Wir erklären, wie Faktenchecker sie dabei unterstützen – und wer die Faktenchecker checkt.

Es kommt immer wieder vor, dass Betroffene nicht mit der Bewertung einverstanden sind.

So beschwerte sich kürzlich ein oberbayerischer Blogger bei Correctiv, das seinen auf Facebook mehr als 4.

000 Mal geteilten Artikel “Bayern zahlt keine Sofort-Hilfe für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter” als “größtenteils falsch” eingestuft hatte.

Nach einem Mailwechsel zwischen dem Blogger und Correctiv änderte der Faktencheck-Autor seine Bewertung in “teilweise falsch”, da dem Blog-Artikel vor allem Kontext gefehlt habe.

Aus Deutschland zählen Correctiv und dpa-Faktencheck zu den IFCN-Mitgliedern.

Beim Start des Fakt-Checkings für Facebook hat Correctiv noch umsonst für das Netzwerk gearbeitet, seit 2018 bekommt das Recherchebüro Geld für seine Facebook-Faktenchecks.

Geschäftsführer David Schraven spricht gegenüber BR24 von einem fünfstelligen Betrag im Jahr, wie hoch die Summe genau ist, hänge von der Anzahl der Faktenchecks ab.

Wie Faktenchecks auf Facebook und Twitter funktionieren

Auch Twitter ist daran interessiert, die Verbreitung von falschen oder irreführenden Inhalten einzudämmen und hat dazu im Februar seine Nutzungsbedingungen aktualisiert.

Dazu zählt auch die “Richtlinie zu synthetischen und manipulierten Medien”.

Ob ein Tweet und die darin verwendeten Medien gegen diese Richtlinie verstoßen, hängt von drei Kriterien ab:

Im Gegensatz zu Facebook nimmt Twitter die Bewertung, ob ein Inhalt, der auf der Plattform geteilt wird, falsch oder irreführend ist, selbst vor.

Je nachdem, wie diese Prüfung ausfällt, wird ein Tweet als irreführend oder falsch gekennzeichnet und mit Links zu weiterführenden Erklärungen versehen.

Share.

Leave A Reply