Zalando immer beliebter bei den Kunden – Luxus und Second-Hand in der Zukunft

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Düsseldorf – Der Modeversandhändler Zalando will nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr sein Wachstum durch den Einstieg ins Luxussegment ankurbeln.

“Insbesondere jüngere Kundinnen und Kunden kombinieren gerne hochwertige Modemarken mit Sport- und Designerstücken. Die Premium-Kategorie ist in den letzten Monaten am schnellsten gewachsen und wir sehen ein großes Potenzial, darauf aufzubauen”, sagt Zalando-Co-Chef David Schneider am Donnerstag. Zudem soll das Geschäft mit Secondhand-Mode ausgebaut werden. Ab Herbst werden die Kunden ausgewählte Modeartikel aus zweiter Hand auf der Zalando-Plattform kaufen und eigene Kleider an Zalando verkaufen können.

Auswirkungen des Coronavirus seien bislang nicht spürbar. Der Vorstand betonte: “Unser Geschäft ist vom Coronavirus nicht beeinträchtigt.” So sei etwa die Sommerware bereits auf Lager. Aber der Vorstand beobachte die Entwicklung genau. Zahlreiche Modehersteller lassen in China fertigen. Ein möglicher Produktionsstopp zur Eindämmung der Epidemie könnte bei einigen die Lieferkette unterbrechen.

KUNDENZAHL STEIGT KRÄFTIG UND SORGT FÜR GEWINNSPRUNG

2019 gewann Europas größter Online-Modeversandhändler 4,6 Millionen aktive Kunden hinzu und erreichte damit eine Rekordzahl von 31 Millionen Kunden. Das sorgte für einen Gewinnsprung: Bei einem Umsatzplus von 20,3 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro stieg das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) auf 224,9 Millionen Euro nach 173,4 Millionen im Vorjahr. Netto verdoppelte sich das Ergebnis knapp auf 99,7 Millionen Euro.

Für 2020 kündigte der Vorstand erneut hohe Zuwachsraten an: Der Umsatz soll zwischen 15 und 20 Prozent zulegen und das Ebit 225 bis 275 Millionen Euro erreichen – ohne mögliche Auswirkungen des Coronavirus.

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Anleger hatten sich aber wohl mehr erhofft und fürchten die Epidemie: Die Aktie notierte über sieben Prozent im Minus bei 41,58 Euro. DZ-Bank-Analyst Thomas Maul erklärte, es bestehe die Gefahr, dass es bei der Auslieferung der Herbst-/Winterkollektion zu Verzögerungen kommt. Wegen des intensiven Wettbewerbs gebe es zudem das Risiko steigender Marketingkosten. Weiterer Druck auf die Aktie könnte zudem entstehen, sollte der größte Zalando-Aktionär, Kinnevik, nach der sechsmonatigen Sperrfrist im März weitere Zalando-Aktien verkaufen.

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