Adipositas ist ein Risikofaktor für eine COVID-19-Krankenhauseinweisung bei Patienten über 60 Jahren.

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Laut einer am 9. April in Clinical Infectious Diseases online veröffentlichten Studie und einer noch nicht begutachteten und auf medRxiv.org veröffentlichten Studie ist Adipositas mit der Aufnahme von Patienten mit Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) in das Krankenhaus verbunden.




Dr. Jennifer Lighter von der NYU School of Medicine/NYU Langone Health in New York City führte zusammen mit Kollegen eine retrospektive Analyse des nach Alter stratifizierten Body-Mass-Index (BMI) bei symptomatischen Patienten durch, die vom 4. März bis 4. April 2020 positiv auf COVID-19 waren. Die Forscher fanden heraus, dass 21 Prozent der 3.615 Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, einen BMI von 30 bis 34 kg/m² und 16 Prozent einen BMI ≥35 kg/m² hatten.

Unter den Patienten im Alter von <60 Jahren wurden diejenigen mit einem BMI von 30 bis 34 kg/m² mit einer 2,0- bzw. 1,8-fach höheren Wahrscheinlichkeit in die Akut- bzw. Intensivpflege eingewiesen, während diejenigen mit einem BMI von ≥35 kg/m² eine 2,2- bzw. 3,6-fach höhere Wahrscheinlichkeit hatten als diejenigen mit einem BMI von <30 kg/m².

Dr. Christopher M. Petrilli von der NYU Grossman School of Medicine in New York City und Kollegen führten eine Querschnittsanalyse von 4.103 Patienten mit laborbestätigtem COVID-19 durch, die zwischen dem 1. März und dem 2. April 2020 in einem akademischen Gesundheitssystem behandelt wurden. Die Forscher fanden heraus, dass die stärksten Risiken für einen Krankenhausaufenthalt das Alter ≥75 Jahre, ein Alter von 65 bis 74 Jahren, ein BMI >40 kg/m² und Herzinsuffizienz (Odds Ratio 66,8, 10,9, 6,2 bzw. 4,3) waren. Die wichtigsten Faktoren im Entscheidungsbaum für die Aufnahme waren Alter >65 Jahre und Adipositas.

“Es ist bemerkenswert, dass die chronische Erkrankung mit der stärksten Assoziation mit einer kritischen Erkrankung die Adipositas war, mit einem wesentlich höheren Odds Ratio als bei allen kardiovaskulären oder pulmonalen Erkrankungen”, schreiben Petrilli und Kollegen.

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