Ältere Patienten mit Lungenentzündung sterben doppelt so häufig wie solche mit gebrochenen Hüften, unterschätzen aber die Gefahr einer Lungenentzündung.

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Ältere Patienten, die mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert werden, sterben mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit wie solche, die mit Hüftfrakturen ins Krankenhaus eingeliefert werden – dennoch gelingt es vielen älteren Menschen nicht, ihr Lungenentzündungsrisiko genau einzuschätzen, so das Fazit einer Studie, die auf dem Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) vorgestellt werden soll.

Die Studie stammt von Dr.

Leslie Grammatico-Guillon, Universität Tours, Frankreich, und Kollegen.Lungenentzündung ist eine häufige Lungeninfektion, die vor allem bei älteren Menschen lebensbedrohlich sein kann.

Trotz dieser Bedenken gelingt es älteren Menschen meist nicht, ihr eigenes Lungenentzündungsrisiko genau abzuschätzen, was zu unzureichenden Präventionsanstrengungen führt, insbesondere zu einer geringen Aufnahme der vorhandenen Impfstoffe.

Das Missverhältnis zwischen dem hohen Erkrankungs- und Sterberisiko durch Lungenentzündung und dem geringen Bewusstsein für den möglichen Schweregrad der Lungenentzündung stellt eine treibende Kraft für ungesundes Altern dar.Im Gegenteil, das Brechen einer Hüfte (und das Risiko eines Sturzes jeglicher Art) wird allgemein als eine Hauptsorge der älteren Menschen anerkannt.

Um diese Trivialisierung der Lungenentzündung bei älteren Menschen zu ändern und die Impfaufnahme zu erhöhen, verglichen die Autoren die 2-Jahres-Ergebnisse für ältere Patienten ab 80 Jahren nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer akuten Atemwegsinfektion (die alle Lungenentzündungen, ARI, abdeckte) oder einer Hüftfraktur (HF).Eine bevölkerungsbezogene Kohortenstudie für 2009-15 wurde in einer französischen Region (Centre-Val de Loire, 2,5 Millionen Einwohner) durchgeführt, die von einem Universitätskrankenhaus, einem Regionalkrankenhaus und 37 allgemeinen und privaten Krankenhäusern versorgt wird, wobei medizinisch-administrative Daten aus der nationalen französischen Datenbank für Krankenhausentlassungen verwendet wurden.

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Allen Patienten wird eine eindeutige Identifikationsnummer zugewiesen, so dass dieselbe Person über einen längeren Zeitraum verfolgt werden kann.

Die Forscher definierten Fälle von Patienten im Alter von 80 Jahren oder älter, die wegen ARI oder HF hospitalisiert wurden….

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