Corona: Blutplasma von Genesenen zur Therapie von COVID-19 – Gesundheit

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Derzeit gibt es keine zugelassenen spezifischen antiviralen Wirkstoffe, die sich zur Behandlung von COVID-19 eignen.

Aus diesem Grund greift man auf das Blutplasma von Menschen zurück, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben.

Dieses Plasma enthält Antikörper gegen den Erreger, die mittels einer Transfusion auf schwerkranke COVID-19-Betroffene übertragen werden können.

In den ersten verfügbaren Untersuchungen verbesserten sich die klinischen Symptome der Erkrankten durch die Behandlung innerhalb von drei Tagen signifikant.

Größere klinische Studien stehen jedoch noch aus.

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Das Universitätsklinikum Erlangen erhielt kürzlich die behördliche Zulassung für die Herstellung von therapeutischem Blutplasma von genesenen Personen, die eine COVID-19-Erkrankung überstanden haben.

Die Wirksamkeit einer solchen Plasmabehandlung wurde unter anderem in einer Studie nachgewiesen, die kürzlich in dem renommierten Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ vorgestellt wurde.

Das Universitätsklinikum Erlangen ist die erste Klinik in Deutschland, an der schwer erkrankte COVID-19-Patientinnen und -Patienten mit Blutplasma von genesenen Personen behandelt werden, die eine SARS-CoV-2-Infektion hinter sich haben.

So erhalten die Betroffenen Antikörper, die bei der Genesung helfen.

Klinik in Erlangen erhielt die Zulassung

Blutplasma mit Antikörpern zur COVID-19-Therapie

„Wir waren bereits seit vielen Wochen in intensivem Kontakt mit der Regierung von Oberfranken“, berichtet Professor Dr.

Holger Hackstein.

Dieser Kontakt trägt nun die ersten Früchte, denn die Transfusionsmedizin des Uni-Klinikums Erlangen darf nun COVID-19 Immunplasma für schwerkranke COVID-19-Patientinnen und -Patienten herstellen und anwenden.

„Aufgrund der äußerst positiven Resonanz auf unseren Spendenaufruf an ehemalige Corona-Patienten kann die Apherese-Plasma-Produktion ab sofort starten“, verkündet Professor Hackstein.

Im Vorfeld hatte das Klinikum bereits einen Aufruf an ehemalige Corona-Erkrankte in Franken gestartet, mit der Bitte, eine Blutplasmaspende zu tätigen.

Über 200 genesene Personen sind innerhalb weniger Stunden dem Aufruf gefolgt.

„Das waren viel mehr, als wir zum jetzigen Zeitpunkt in unser Programm aufnehmen konnten“, kommentiert Hackstein, der hocherfreut über die positive Resonanz ist.

„Aktuell suchen wir auch keine weiteren Spender mehr“, so der Professor.

Die Idee hinter einer Blutplasma-Behandlung

„Wichtig war, dass die Spenderinnen und Spender einen positiven Coronavirustest zu Beginn und möglichst zwei negative Test am Ende der Erkrankung nachweisen konnten“, erklärt Hackstein.

Die Plasmaspende dauere etwa 45 Minuten und sei nicht belastender als eine normale Blutspende.

In einer sogenannten Apheresemaschine wird aus den Spenden ein Serum hergestellt, dass spezifische Antikörper gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 enthält.

„Aktuelle wissenschaftliche Daten weisen darauf hin, dass durch COVID-19 Immunplasma eine deutliche Abschwächung der lebensbedrohlichen Verläufe möglich ist“, resümiert Professor Hackstein.

„Wenn unsere Initiative erfolgreich ist – die in gleicher Art und Weise auch in Kürze in einigen anderen Universitätskliniken startet – so könnte dieses Verfahren die Therapie erheblich verbessern.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Lesen Sie auch: Coronavirus: Antikörper-Schnelltests zur Risikoabschätzung verfügbar.

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit und der großen Zahl an Infizierten kommt eine Plasmabehandlung zur Zeit nur für schwer erkrankte COVID-19-Patientinnen und -Patienten in Frage.

Primär stehen laut Hackstein hier die Betroffenen im Vordergrund, die unter schwerer Atemnot leiden.

Die Behandlung gilt als sehr sicher – in den bisherigen Anwendungen wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt.

(vb)

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