Corona-Krise in der Oberpfalz: Hier hilft man sich – Top Meldungen

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In Zeiten des Coronavirus gibt es große Hilfsbereitschaft. Auch in der Oberpfalz haben sich Menschen über soziale Netzwerke oder Vereine zusammengetan, um sich gegenseitig zu unterstützen. Hier finden Sie einen Überblick:

Die Stadt Regensburg koordiniert mit “Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona” einen Service zur Vermittlung zwischen Hilfesuchenden und ehrenamtlichen Helfern. Ehrenamtliche übernehmen für Ältere oder Menschen in Quarantäne Einkäufe, Apothekengänge und telefonische Besuchsdienste, oder gehen mit Haustieren Gassi . “Regensburg hilft” vernetzt sich dabei unter anderem auch mit bereits entstandenen Projekten wie der privaten Initiative “Corona-Nachbarschaftshilfe”, um in Abstimmung möglichst viele Menschen, die Unterstützung benötigen, über unterschiedliche Kommunikationswege zu erreichen. Hilfesuchende als auch Ehrenamtliche können sich über ein Online-Formular unter www.regensburg.de/ehrenamt oder telefonisch unter 507-2252 beim Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement registrieren

Auf der Homepage der Freiwilligenagentur Regensburg findet man eine Übersicht aller organisierten Nachbarschaftshilfen und Corona-Helferkreise aus dem Landkreis. Klicken sie hier für die Liste.

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Auf Facebook finden sich zahlreiche Gruppen wie “Nachbarschaftshilfe Regensburg”, die neben Einkaufen auch Kinderbetreuung, Post- oder Botengänge oder Hund ausführen anbieten. Viele Mitglieder bieten dort ihre Hilfe an. Unter anderem entstand eine selbstorganisierte Bürger-Notfall-Hotline. Darüber sollen Hilfsangebote und -nachfragen zusammengebracht werden. Jeder Kontakt findet ausschließlich per Telefon/SMS/Messenger statt. Die Organisation ist weiterhin auf der Suche nach Helfern. Die Hotline ist erreichbar unter 0941/38119709.

Was zunächst mit der Facebook-Gruppe “Lengfeld hilft zusammen” begonnen hat, in der Menschen Hilfsdienste anbieten, wird nun zu einem Einkaufsservice in Burglengenfeld ausgeweitet. “Lengfeld hilft zusammen”: Ein Netzwerk von Ehrenamtlichen bietet ab Freitag die Vermittlung von Einkaufsdiensten für ältere Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen mit Vorerkrankungen an. www.lengfeldhilft.de

Der Burschenverein “Glück-Auf” und die Nachbarschaftshilfe möchten das Risiko für betroffene Wackersdoferinnen und Wackersdorfer weiter reduzieren. Ab sofort erledigen sie auf Wunsch deren Einkäufe. “Die Leute sagen uns, was sie brauchen. Wir liefern ihnen die Besorgungen aus dem Supermarkt oder der Apotheke nach Hause”. sagt Artur Gut, Vorstand der Nachbarschaftshilfe. Wer einen Einkauf benötigt, setzt sich dienstags oder freitags telefonisch mit dem Burschenverein (0162/ 7557270) oder der Nachbarschaftshilfe (01520/ 6098441) in Verbindung und gibt seine Wünsche durch. Am nächsten Tag erfolgt die Lieferung – völlig “kontaktlos” – indem die Einkäufe einfach vor die Tür gestellt werden.

Das BRK Schmidgaden hat einen Lebensmittel-Lieferservice für Bürger der Gemeinde Schmidgaden, die einer Risikogruppe angehören, eingerichtet. Das BRK Schmidgaden steht in enger Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelgeschäft Dobler. Bestellungen werden direkt vom Lebensmittelgeschäft Dobler entgegengenommen und können unter 09435/1351 am Montag und Samstag bis 11 Uhr und Dienstag bis Freitag bis 17 Uhr aufgegeben werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes holen die Bestellungen ab und liefern bis an die Haustüre. “Wir klingeln, dann sind wir wieder weg”, so ein BRK-Mitarbeiter.

Auf der Plattform “Coronahilfe Weiden” können sich Helfer und Hilfesuchende vernetzen und bekommen gleichzeitig neuste Informationen zu dem Coronavirus bereitgestellt. Ins Leben gerufen hat das Portal der Weiden OB-Kandidat Benjamin Zeitler. Der Wahlkampf sei damit beendet, so Zeitler. Dennoch macht er auf der Webseite auf sich und weitere CSU-Kollegen aufmerksam.

Eine reine Hilfsgruppe ist dagegen die Facebookgruppe “Corona / Nachbarschaftshilfe in Amberg und Umgebung” oder die Gruppe “Corona Nachbarschaftshilfe Weiden i.d.Opf.” mit knapp 2.000 Mitgliedern. Schon nach zwei Tagen haben sich dort 60 Helfer mit konkreten Angeboten gemeldet.

Die Stadt Vilseck bietet mit der Unterstützung von jungen ehrenamtlichen Helfern einen kostenlosen Lieferservice an. Ältere, kranke oder besonders gefährdete Mitbürger, die aufgrund der Corona-Problematik nicht mehr ihre Wohnung verlassen sollen, können sich unter der Tel.Nr. 09662-9955 melden.

Auch in der Facebookgruppe “Cham halt zam!” vernetzen sich Menschen, die Hilfe anbieten oder Hilfe benötigen. Knapp 3.400 Mitglieder zählt die Gruppe nach nicht einmal zwei Wochen. Das nimmt die Initiative jetzt zum Anlass sich mit dem “Corona Hilfsnetzwerk Cham” zusammenzuschließen. So können sich Hilfesuchende wie Hilfebietende – auch ohne Facebook – ab sofort auch unter der Handynummer 0160 – 597 57 53 telefonisch melden, beziehungsweise auch eine E-Mail an [email protected] schicken. Eine ähnliche Facebookgruppe gibt es auch für Helfer und Hilfsbedürftige aus Roding “Roding halt zam”.

Wer eine Einkaufshilfe benötigt, zum Arzt gefahren werden muss oder Medikamente aus der Apotheke braucht, der kann sich an den Verein GENiAL e.V, unter der Telefonnummer 09181/255-2616 wenden.​ Aber auch Helfer werden gegen eine kleine Aufwandsentschädigung von sechs bis acht Euro pro Stunde gesucht. Infos über den Verein erhält man unter www.genialev.de

Innerhalb von zwei Tagen bildete sich in Plößberg das Helfernetz Corona. Die Idee dazu hatte die dritte Bürgermeisterin Susanne Bittner. Über ihren Whatsapp-Status teilte sie den Aufruf, sie wolle ein Helfernetz gründen. Nach kurzer Zeit erklärten sich über 50 Bürger aus Plößberg und allen Gemeindeteilen bereit, mitzuhelfen. Wer im Gemeindegebiet Plößberg Hilfe benötigt, meldet sich unter den Telefonnummern 09636/924 301 600.

Die Jugendfeuerwehr in Großkonreuth hat kurzerhand eine Einkaushilfe ins Leben gerufen. Die ersten Bestellungen gingen bereits ein und wurden ausgeliefert. Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren nehmen die Bestellungen an und geben sie in einer Whatsapp-Gruppe weiter. Wer gerade beim Einkaufen ist oder Zeit hat übernimmt die Bestellung. Wer den Einkaufsservice der Jugendfeuerwehr Großkonreuth nutzen will, kann sich an Elvira Gmeiner, Telefon 09639/1867, wenden.

Kopfhoch.de ist eine Online- und Telefonberatung für Kinder und Jugendliche bis 21 in der Oberpfalz. Dort bekommen junge Menschen nicht nur eine kostenlose und anonyme Beratung von psychologischen und pädagogischen Fachkräften, sondern auch Tipps, wie sie sich, während der Schulschließung z.B., die freie Zeit vertreiben können.

Auch andere Plattformen werden jetzt nützlich: Die Website nebenan.de betont in einem Blog-Post: “Im Umgang mit dem Coronavirus ist Hilfsbereitschaft unter Nachbarn besonders wichtig.” Auch dort könne man sich anmelden, um sich mit Nachbarn auszutauschen.

Die Seite quarantaenehelden.org wurde im Zuge der Pandemie geschaffen. Per Eingabe der Postleitzahl werden dort Anfragen entgegen genommen oder es kann Hilfe angeboten werden.

Quarantain.de wurde ebenfalls als Reaktion auf die Corona-Krise ins Leben gerufen und versucht eine zentrale Sammelstelle für Content im Bezug auf Corona zu werden. Die Macherinnen und Macher wollen Inhalte im Netz sammeln, die helfen sollen, besser durch die Quarantäne zu kommen und durch physische Distanzierung aber soziale Nähe den Virus gemeinsam auszubremsen.

Aber es funktioniert auch analog: Auf den Homepages von Bayern1 und Bayern3 finden Sie einen Aushang zum Ausdrucken. Damit können sich Helfer oder Helfer-Gruppen beispielsweise am schwarzen Brett im Treppenhaus anbieten. Denn zumindest Einkäufe lassen sich einfach bewerkstelligen – mit Sicherheitsabstand und mit einem Lächeln bei der Übergabe. Die Vorlage finden Sie hier.

Möchten Sie auch Ihre Hilfe anbieten? Nutzen Sie hierfür die Kommentarfunktion unter dem Artikel.

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Weitere Plattformen: quarantaenehelden.org und nebenan.de

Nachbarschaftschallenge-Vorlage zum Ausdrucken

Corona-Krise in der Oberpfalz: Hier hilft man sich

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